Modernisierung von 70 Niederflurfahrzeugen der VBK

Die Bahnen erhalten neue Fahrgastsitze. Fotos: pm

Die Bahnen erhalten neue Fahrgastsitze. Fotos: pm

Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) treiben die Modernisierung ihrer Bestandsflotte an Niederflurbahnen mit einem umfangreichen Umrüstungsprogramm voran.

Bis Dezember 2018 sollen insgesamt 70 VBK-Fahrzeuge – 45 sechsachsige und 25 achtachsige Bahnen – umgerüstet werden. Die Modernisierung eines sechsachsigen Fahrzeugs nimmt inklusive der Inbetriebnahme vier Wochen Arbeitszeit in Anspruch. Die Umrüstung der achtachsigen Bahnen dauert fünf Wochen. Im genannten Zeitraum ist jeweils ein Team aus fünf Elektrikern und vier Mechanikern mit der Umrüstung der Bahnen beschäftigt. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme belaufen sich auf rund 8,75 Millionen Euro.

Modernisierungsmaßnahmen im Detail

Die Fahrzeuge werden komplett mit neuen Fahrgastsitzen ausgestattet. Diese erhalten zudem einen neuen, roten Sitzbezug. Die Sitze erfüllen die neusten Brandschutzvorschriften.

Künftig werden alle 70 VBK-Bahnen auch über Fahrgast-Sprechstellen an den Türen verfügen. Über diese Sprechstellen können die Fahrgäste in Zukunft direkt Kontakt mit dem Fahrer aufnehmen.

Die Fahrzeuge werden bereits im Verlauf der kommenden Monate komplett mit neuen Fahrkartenautomaten ausgestattet. Die neuen Automaten ersetzen schon bald den Fahrkartenverkauf beim Fahrer.

Im Zuge der Modernisierung wird es in den Bahnen auch weitere technische Neuerungen geben. So werden sämtliche Bahnen mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet. Zudem verfügen die umgerüsteten VBK-Bahnen über eine neue elektroakustische Lautsprecheranlage. Im Zuge der Modernisierungsmaßnahmen findet eine Umstellung von analoger auf Digital-Technik statt.

Den VBK-Fahrern wird zudem technisch die Möglichkeit zur Notbremsüberbrückung eingeräumt. Sollte ein Fahrgast an einer der Türen im Ernstfall die Notbremse betätigen, kann der Fahrer entscheiden, ob den Fahrgästen direkt am Ort der Notbremsung der Ausstieg ermöglicht werden soll. Die Möglichkeit zur Notbremsüberbrückung ist für den zukünftigen Tunnelbetrieb in Karlsruhe notwendig, damit keine Bahn im Tunnel außerhalb einer Haltestelle zum Stehen kommt. Der Fahrer gewinnt durch die technische Neuerung somit zusätzlichen Handlungsspielraum mit Blick auf die Sicherheit der Fahrgäste.

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