Für die Durlacher Tafel lief alles rund

Für die Durlacher Tafel lief alles rund. Foto: pm

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Schülerinnen und Schüler des Markgrafen-Gymnasiums liefen für die Tafel.

Mal in lachenden Gruppen, mal als entschlossene Einzelgänger konnte man am 21. April 2016 die Schüler und Schülerinnen des Markgrafen-Gymnasiums am ASV-Gelände und der Pfinz entlang im Laufschritt beobachten. Die einen trabten locker und nutzten den Sponsorenlauf für die Durlacher Tafel um soziales Engagement mit Spaß und Sport zu verbinden, die andern rannten still und konzentriert die maximale Rundenzahl heraus. Manche drehten in 70 Minuten bis zu zehn Runden auf der 1,3 km langen Strecke, der Rundensieger sogar elf. Die Schüler einer 7. Klasse haben mit dem Durchschnitt von 7,2 Runden pro Schüler den ersten Preis gewonnen.

Damit sie dabei bei Kräften blieben, versorgten die Tafelmitarbeiterinnen die jungen Läufer mit Obst und Wasser. Das wurde von den Schülern auch dankbar angenommen. Im Vorfeld hatten die Jugendlichen in ihrem Bekanntenkreis Sponsoren gesucht, die sich bereit erklärten, für jede Runde einen festen Betrag zu zahlen. In der Summe liefen manche Schüler bis zu hundert Euro pro Runde ein.

Zahl der Bedürftigen um ein Drittel in diesem Jahr gestiegen

Da an die 800 Schüler und Schülerinnen an den Start gingen, kann man auf jeden Fall einen fünfstelligen Betrag anvisieren. Eine willkommene Abwechslung im Schulalltag hat so den erfreulichen Nebeneffekt, dass die Durlacher Tafel hoffentlich einen großen Teil der hohen Nebenkosten decken kann. Da dieses Jahr die Zahl der Bedürftigen um 33 Prozent auf über 800 Menschen, davon 200 Kinder, gestiegen ist, ist jede finanzielle Unterstützung für die Durlacher Tafel willkommen und wichtig. Dabei handelt es sich vor allem um Familien mit Kindern und geringem Einkommen sowie Rentnern. Lediglich 82 Flüchtlinge sind im Besitz eines Bewilligungsscheines des sozialen Leistungsträgers, der zum Einkauf bei der Tafel berechtigt.

Manch ein Schüler fragte im Vorfeld, warum und wozu die Tafel so viel Geld benötige, wenn sie doch die abgelaufenen Nahrungsmittel der Supermärkte abholt. Nur die wenigsten haben dabei bedacht, dass die Räumlichkeiten für die Lagerung, den Transport, die Ausgabe der Ware wie auch die Kühlung erhebliche Summen an Miete und Strom verschlingen. Die Organisation und die täglichen Vorbereitungen für die Ausgabe werden zum größten Teil von ehrenamtlichen Mitarbeitern erledigt. Diese zeigen ein großes Engagement. An sechs Tagen in der Woche sind die Helfer mit zwei Fahrzeugen im Einsatz und haben so im letzten Jahr geschätzte 290 Tonnen Lebensmittel eingesammelt. Diese werden von den Mitarbeitern sortiert und in den Kühl- und Lagerräumen der Tafel gelagert. Die Ausgabe der Lebensmittel erfolgt an zwei Tagen in der Woche.

Durch den Sponsorenlauf konnte so für die meisten der Blick auf eine oft unbekannte, aber wichtige Organisation erweitert werden. Die Notwendigkeit, allen Mitgliedern unserer Gesellschaft die tägliche Nahrung zu sichern, ist für Jugendliche ein selbstverständlicher Wert. Das Wissen um die Probleme, diese Vorgabe umzusetzen, fehlt ihnen oft. Mit dem Sponsorenlauf wurde auf jeden Fall das Bewusstsein für die Bedürftigkeit anderer Menschen geschärft.

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