Presseerklärung der Bürgeraktion Eisenhafengrund vom 27. Juni 2015

Presseerklärung der Bürgeraktion Eisenhafengrund vom 27. Juni 2015. Foto: cg

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Entsiegelung des Geländes der ehemaligen Biomüllvergärungsanlage und

Wärmelieferung in die Wohngebiete Fünfzig Morgen und Rehbuckel 2.

Die Bürgeraktion Eisenhafengrund hat der Stadt Karlsruhe und den Bürgern viel Geld erspart. Einmal sind nun 20 Mio. Euro für den Bau einer Biomülltrockenvergärungsanlage nicht mehr erforderlich. Künftig sind die Verarbeitungskosten der Biomüllvergärung durch die Fremdvergabe auf die Hälfte gesunken. Die jährliche Einsparung beträgt lt. Angabe vom Amt für Abfallwirtschaft (AfA) über 750.000 Euro/ Jahr, ein Betrag, der den Karlsruher Bürgern künftig zur Verfügung steht.

Das für die Abfallentsorgung zuständige Grüne Bürgermeisteramt besteht nun auf ökologisch gewollten weiteren Maßnahmen auf der Durlacher Mülldeponie. Nun soll ein ökonomisch total unsinniger neuer Deponiegas-CHC-Kessel angeschafft werden. Dies würde bedeuten, dass auch künftig Gebühren und Steuergelder der Karlsruher Bürger hier verbrannt werden. Man will mit aller Gewalt die Wärmelieferung von der ehemaligen Mülldeponie aus an die Wohngebiete Fünfzig Morgen und Rehbuckel 2 in Hohenwettersbach über die 20 Jahre alte, 1,5 km lange Fernwärmeleitung mit bis zu 20 % Wärmeverlust aufrecht erhalten.

Das AfA würde diese Wärmelieferung dahingehend subventionieren, indem das Personal und die Räumlichkeiten fast umsonst zur Verfügung gestellt werden. Für die dann tatsächlich gelieferte Wärme wird nur ein Bruchteil der üblichen Kosten berechnet.

Dies kommt ökologisch und ökonomisch einer Augenwischerei gleich. Die tatsächlichen Kosten zahlen nun wieder einmal alle Karlsruher Bürger über ihre Gebühren an die Stadtwerke.

Die Bürgeraktion Eisenhafengrund wünscht, dass wieder Wiesen- und Ackerflächen entstehen, indem die betonierten Flächen der Nassvergärungsanlage entsiegelt werden. Es kann nicht sein, dass mit aller Gewalt vom „Grünen“ Bürgermeisteramt hierfür eine Verwendung gesucht wird, wie z.B. als Streusalz-Depot, als Biomüll-Zwischenlager (verbunden mit einer hohen Geruchsbelästigung, die ohne zusätzliche enorme Investitionen nicht zu verhindern ist), als Müll-Umschlageplatz, als Holzhackschnitzel-Depot oder ähnliches. Die Verwendungsfindung ist angeblich noch gar nicht abgeschlossen.

Das Argument der noch jahrelangen Abschreibung der betonierten Flächen kann in unserer umweltbewussten Welt nicht dafür stehen, weshalb kein Abriss und keine Entsiegelung erfolgen können.

Die weitere und zusätzliche Nutzung der Anlagen der ehemaligen Biomüllvergärung ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. Richtig und wichtig wäre, jetzt die komplette Schleifung der Anlagen zu beginnen, um Geld zu sparen und der Natur zu ihrem Recht zu verhelfen.

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