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Aufruf zur Menschlichkeit

Daniel Schneider / Aktivistenbündnis Karlsruhe – Leserbrief vom 25. Februar 2015

Am 24.02.2015 riefen selbsternannte Patrioten unter der Gruppierung der PEGIDA zur Demonstration in Karlsruhe auf und marschierten mit dem Ausruf „Wir sind das Volk“ durch die Innenstadt. Grund dafür ist eine befürchtete Islamisierung des Abendlandes und konkreter noch die Angst vor Ausländern.

Wir als Aktivistenbündnis Karlsruhe sehen uns als Gruppierung, welche für die Rechte und die Freiheit Schwächerer einsteht und sind der festen Überzeugung, dass es grundlegend ungerecht ist, wenn ein anderes Wesen, egal ob Mensch oder Tier, unter unseren Ängsten, Verfehlungen oder Handlungen unnötigerweise leidet. Wir sehen dieser aktuellen gesamtdeutschen Entwicklung mit Schrecken entgegen. Insgesamt zieht ein Klima des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland auf, welches angesichts unserer eigenen Geschichte nicht nur beschämend für unsere Land ist, sondern mit Sorge beobachtet und soweit es geht verhindert werden muss. Auch wenn die kruden Thesen der PEGIDA-Bewegung längst widerlegt worden sind und ihre Forderungen keine Umsetzung in der Politik finden werden, verbreiten sie doch eine allgemeine Stimmung des Hasses gegenüber allem Fremden in Deutschland, was sich letztendlich, wie statistisch erwiesen, auf die Zahl fremdenfeindlicher Übergriffe und rechtsgesinnter Gewalttaten auswirkt.

Wir können nicht verhindern, dass KARGIDA auch die nächsten Wochen durch die Stadt marschieren wird, denn das Versammlungsrecht muss ein Grundrecht aller bleiben. Was wir aber tun können ist mit Freunden, Familie, Bekannten und zuletzt auch unseren Kindern darüber reden.

Wir können uns Fragen, ob wir es zulassen wollen, dass unsere Kinder in einem Klima des Sozialneids aufwachsen und jedweder Einsatz für Schwächere als „Gutmenschentum“ abgetan wird.

Wenn die Politik auf ganzer Strecke versagt und sich das gegenwärtige System als ausbeuterisch und ungerecht entblößt, dann dürfen wir die Kritik daran nicht verkürzen und die Schuld bei Flüchtlingen und Einwanderern suchen, denn Menschen, die aus der Not heraus nach Deutschland kommen, haben keine Schuld an der steigenden Armut der Bevölkerung. Immer noch besitzt das eine reiche Zehntel der Bevölkerung über 60% des Gesamtvermögens in Deutschland. Das Geld was “uns” angeblich fehlt, ist nicht die lebenserhaltenden Leistungen für Flüchtlinge, sondern die Milliarden in den Händen einiger weniger. Nicht vor Flüchtlingslagern und Moscheen sollten wir unseren Protest richten, sondern vor den Bundestag und die Parteizentralen der amtierenden Parteien. Doch weil die Verstrickungen von Konzernen, Lobby und Politik unseren Horizont überschreiten, ist es einfacher gegen Fremde und nahezu Wehrlose zu wettern und bei Ihnen die Gründe persönlicher Armut zu suchen. Dabei sind wir alles andere als arm dran. Deutschland ist ein reiches Land und wir alle sind reich an Möglichkeiten und Chancen. Lassen wir andere daran teilhaben. Helfen wir, ihre Lebenssituation zu verbessern, anstatt sie blindlings zu verurteilen und als „Ausländer“ abzustempeln. Und vor allem, bringen wir unseren Kindern echte abendländische Werte bei wie Mitgefühl und Nächstenliebe oder wie Charlie Chaplin es in seiner großen Rede an die Menschheit formuliert hat:

„Erwahrt euch die Menschlichkeit in euren Herzen und hasst nicht, nur wer nicht geliebt wird hasst, nur wer nicht geliebt wird.“

von Leserbrief veröffentlicht am

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