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Planungen für IKEA an der Durlacher Allee

Möglicher IKEA-Standort aus der Vogelperspektive. Grafiken: pm

„Karlsruhe und IKEA passen gut zusammen“, zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup überzeugt, als er gemeinsam mit Vertretern von IKEA Deutschland am Dienstag, 20. Mai 2014, im Rathaus die Planungen für ein Einrichtungshaus am Weinweg vorstellte.

„Kreativität und innovative Lösungen, neue Ideen und hohe Qualitätsstandards, und das mit Blick auf Nachhaltigkeit und erschwingliche Preise – das Erfolgsrezept des schwedischen Möbelhauses und unseres Hightech-Standortes mit hoher Lebensqualität weist bemerkenswerte Gemeinsamkeiten auf. Die Entscheidung für Karlsruhe ist vielversprechend – für IKEA, für die Einkaufsstadt Karlsruhe und ihre Attraktivität für die Menschen in Stadt und Region“, betont das Stadtoberhaupt.

Auch für IKEA ist die neue Entwicklungsperspektive sehr positiv: „Karlsruhe ist seit langem ein großer Favorit auf unserer Wunschliste für neue Standorte“, sagt Johannes Ferber, Expansionschef IKEA Deutschland. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit einem möglichen Standort an der Durlacher Allee das erste Mal eine gute Chance haben, unsere Pläne auch zu verwirklichen. Überzeugt haben uns bei dem Standort die innenstadtnahe und zugleich verkehrsgünstige Lage sowie der Umweltgedanke: Wir können hier eine schon fast vollständig versiegelte Fläche nutzen.“

Auch aus Sicht der Stadt Karlsruhe bieten sich die Flächen an der Durlacher Allee für die Ansiedlung eines Möbelhauses an, welches das Karlsruher Möbelsortiment ergänzt. Nach den derzeitigen Planungen soll das geplante Einrichtungshaus eine Verkaufsfläche von 25.500 Quadratmeter erhalten.

„In Fragen des Verkehrs hat IKEA bereits früh Bereitschaft gezeigt, gemeinsam mit der Stadt ein innovatives Mobilitätskonzept zu entwickeln, das die Stärken Karlsruhes als Fahrrad- und CarSharing-Stadt nutzt und das Modell unseres öffentlichen Personennahverkehrs berücksichtigt“, unterstreicht OB Mentrup. Der Standort ist sehr gut auch ohne Auto zu erreichen – drei Stadtbahn-Linien halten direkt vor der Tür, auch ein perfekter Anschluss ans Radwegenetz ist vorhanden. „Mit einem IKEA Standort an der Durlacher Allee als Einfahrtstor zur Innenstadt möchten wir zudem zu einem repräsentativen Stadtbild beitragen“, so Ferber. „Die besondere städtebauliche Situation werden wir bei der Gebäudearchitektur und der Gestaltung der Fassade berücksichtigen.“

Mit der guten Verbindung zur Innenstadt „werden viele Besucher vor oder nach einem IKEA Einkauf sicher noch einen Abstecher in die City machen“, sagt Ferber, diese Erfahrung habe das Unternehmen beispielsweise auch am innenstadtnahen IKEA Standort in Ulm gemacht. Und: „Ein faires Miteinander und eine gute Zusammenarbeit mit den Einzelhändlern in der City ist uns sehr wichtig.“ Die unmittelbare Nähe zum weiteren großflächigen Einzelhandel macht den Standort für die Kunden besonders attraktiv. Das Karlsruher Stadtoberhaupt verweist dabei auf erste Untersuchungen, die ein verträgliches Miteinander bestätigten. Ein detailliertes Einzelhandelsgutachten werde aber noch vor der Ansiedlung die Auswirkungen auf die Innenstadt, auf Durlach und Mühlburg untersuchen.

IKEA wird nun gemeinsam mit den zuständigen Behörden in das Genehmigungsverfahren gehen und hofft auf eine gute Unterstützung von allen Beteiligten. Zunächst muss dabei der Regionalplan für das Gebiet durch den Regionalverband Mittlerer Oberrhein geändert werden – erste Gespräche verliefen positiv. Danach ist der Flächennutzungsplan des Nachbarschaftsverbands anzupassen. Parallel ist dann ebenfalls das konkrete Baurecht zu schaffen. Für das Bebauungsplanverfahren sind weiteres Gutachten notwendig – dazu gehören Schallgutachten, artenschutzrechtliche und Boden-Untersuchungen sowie ein Klimagutachten.

Im Herbst will das Unternehmen gemeinsam mit der Stadt die Bürgerinnen und Bürger von Karlsruhe im Rahmen einer offenen Nachmittags- oder Abendveranstaltung informieren, Zeit und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben.

IKEA möchte rund 80 Millionen Euro in Karlsruhe investieren und rund 200 neue Arbeitsplätze schaffen. Wenn alle Genehmigungen positiv verlaufen, könnte 2016 mit dem Bau des Einrichtungshauses auf dem Gelände begonnen werden, mögliche Eröffnung wäre 2017.

Foto: IKEA-Neubau in Hamburg-Altona (Eröffnung: Juni 2014). Foto: pm

von pia veröffentlicht am

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