Starker Wirtschaftsstandort braucht Produktion

Starker Wirtschaftsstandort braucht Produktion. Foto: Stadt Karlsruhe

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Wirtschaftsförderungsausschuss über SmarterCtiy-Projekte informiert | Durlach beliebt bei Bürgern und Passanten

Mit der zukunftsfähigen Ausrichtung des Wirtschaftstandortes Karlsruhe beschäftigte sich der Wirtschaftsförderungsausschuss am Dienstag (25. März 2014) unter Vorsitz der Ersten Bürgermeisterin Margret Mergen in den Räumen des 1842 gegründeten Traditionsunternehmens Metz. Wie Geschäftsführer Michael Kristeller erläuterte, habe Metz mit der Spezialisierung der Karlsruher Produktion zum Kompetenzzentrum für Hubrettung die richtige Entscheidung getroffen. So sorgten die 340 Beschäftigten im letzten Jahr für die bisherige Rekordproduktion von 137 Fahrzeugen und für weiterhin gut gefüllte Auftragsbücher.

Nicht nur Forschung und Wirtschaft, sondern ebenso produzierende Industrie werde in Zukunft gebraucht, stellte Professor Dr. Steffen Kinkel von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Karlsruhe das Ergebnis einer Bedarfsanalyse vor, die die Hochschule und das Fraunhofer Institut Innovations- und Systemtechnik (ISI) im Auftrag von Wirtschaftsförderung und dem Automotive Engineering Network (AEN) durchführten. Eine Umfrage unter den Unternehmen der Region habe ergeben, dass ein Produktionspark temporäre Hilfestellung für die lokal vorhandene Kompetenz geben könne, um flexiblere Prozesse zu ermöglichen, Lösungen zu Fragen der Energie und der Sicherung von Wissen zu erarbeiten. Mit einem Wertschöpfungsanteil von gut 30 Prozent habe die TechnologieRegion Karlsruhe hervorragende Chancen zum Aufbau einer vernetzten Produktion der künftigen Generation. Nicht zuletzt sei produzierende Industrie ein wichtiger Abnehmer von Dienstleistungen und schaffe Beschäftigung für Fachkräfte. Die Erkenntnisse aus der Bedarfsanalyse und insbesondere die Frage, was für die Einrichtung eines Produktionsparks notwendig ist, soll nun im Rahmen der Initiative SmarterCity Karlsruhe,  in der sechzig Partner aus Wirtschaft und Forschung zusammenarbeiten, weiter behandelt werden. Einer Information über die derzeit laufenden SmarterCity-Projekte schloss sich eine Diskussion über die grundsätzliche Ausrichtung der Initiative an.

Welche wertvollen Qualifikationen von Frauen für den Arbeitsmarkt ungenutzt bleiben, machte die Leiterin der bei der Wirtschaftsstiftung angesiedelten Kontaktstelle Frau und Beruf, Cora Pogantsch, deutlich. So seien 90 Prozent der dort beratenen Frauen Fachkräfte, die wieder in den Beruf einsteigen, sich weiterentwickeln oder selbstständig machen wollen. Mit Beratungsangeboten, Coaching, Veranstaltungen und Netzwerkarbeit bemüht sich die Kontaktstelle Frauen auf dem Weg in eine existenzsichernde Arbeit zu unterstützen.

Durlach erhält bei Bürgern gutes Zeugnis

"Ein verbessertes Angebot für Dinge des täglichen Bedarfs zieht viel Attraktivität nach sich. Durlach hat einiges an Vitalität entwickelt", fasste Erste Bürgermeisterin Margret Mergen die Ergebnisse einer Bürger- und Passantenumfrage zusammen, die von Edith Wiegelmann-Uhlig, Leiterin des Amts für Stadtentwicklung, vorgestellt wurden. Dabei hatten die 600 auf der Straße und 900 telefonisch Befragten der Durlacher Innenstadt durchweg ein gutes Zeugnis ausgestellt. Über 80 Prozent sehen die Innenstadt als attraktives Zentrum mit viel Charme, das gut erreichbar ist. Besonders beliebt sind Einkaufen und Bummeln, Besuche des Wochenmarkts und der Gastronomie. Die Durlacher Kurzparkregelung per Brötchentaste kennen 63 Prozent der Befragten, davon bewerten sie 95 Prozent positiv. "Das Flair stimmt in Durlach" wurde als erfreuliche Erkenntnis aus den Umfragen entnommen, die ebenso Ansatzpunkte für weitere Handlungsmöglichkeiten liefern sollen. Während etwa im westlichen Teil der Fußgängerzone 90 Prozent der Befragten keine Mängel attestierten, wurde zwischen dem Marktplatz und der Ernst-Friedrich-Straße ein Nachholbedarf in Sachen Sauberkeit, Gestaltung und Angebot festgestellt.

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