Landeswürdigung für städtischen Klimaschutzfonds

Bürgermeister Klaus Stapf (links) nimmt vom Umweltminister des Landes Baden-Württemberg, Franz Untersteller, die Urkunde entgegen. Foto: Umweltministerium

Bürgermeister Klaus Stapf (links) nimmt vom Umweltminister des Landes Baden-Württemberg, Franz Untersteller, die Urkunde entgegen. Foto: Umweltministerium

Die Stadt Karlsruhe hat einen Sonderpreis im Wettbewerb „Leitstern Energieeffizienz“ des Baden-Württembergischen Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft erhalten.

Ausschlaggebend für den Sonderpreis in der Kategorie „Bauliche Investitionen" waren laut Wertung der Jury insbesondere die Einrichtung eines verwaltungsinternen Klimaschutzfonds, die Verabschiedung von Energieleitlinien mit anspruchsvollen Vorgaben für die Sanierung und den Neubau städtischer Gebäude und nicht zuletzt die regelmäßige Schulung aller städtischer Hausmeister zum Thema Energiesparen.

Bürgermeister Klaus Stapf nahm den „Leitstern“ für die Stadt Karlsruhe entgegen. Stapf: „Ich freue mich über diese Anerkennung natürlich sehr und sehe sie zugleich als Ansporn, unsere Klimaschutzaktivitäten konsequent weiterzuverfolgen. Die Einrichtung des Klimaschutzfonds war ebenso wie die Verabschiedung der Energieleitlinien eine zentrale Maßnahme unseres Klimaschutzkonzepts im Bereich des kommunalen Energiemanagements. Ein besonderer Dank gilt dem Gemeinderat, mit dessen Unterstützung wir damit ein Instrument geschaffen haben, um den nach wie vor bestehenden Sanierungsstau in städtischen Gebäuden noch besser abarbeiten zu können.“ Mit den zwei Millionen Euro jährlich finanziere die Stadt insbesondere Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, die im Alltagsgeschäft oder bei Investitionsentscheidungen zum Bestandserhalt manchmal zu kurz kommen. Stapf: „Für mich steht der Fonds dabei stellvertretend für viele Maßnahmen im Klimaschutz. Denn über die Lebensdauer der eingebauten Komponenten sparen wir über die Jahre mehr als die erforderlichen Investitionskosten ein und entlasten damit langfristig den Stadtsäckel.“

Hauptnutzer des durch den städtischen Umwelt- und Arbeitsschutz verwalteten Klimaschutzfonds ist das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft, das spezielle Maßnahmenpakete dafür entwickelt. Im Doppelhaushalt 2013/2014 gehören dazu vor allem zahlreiche Dachbodendämmungen in Schulen und Verwaltungsgebäuden (zum Beispiel Bismarck-Gymnasium, Markgrafen-Gymnasium), ein breiter angelegtes Leuchtentauschprogramm (Umstellung auf LED-Beleuchtung unter anderem in der Sporthalle der Eichelgartenschule oder der Tiefgarage am Festplatz) sowie der Neubau von Photovoltaikanlagen zur Eigenstromnutzung (Beispiel: Helmholtz-Gymnasium). Auch andere städtische Einrichtungen profitieren vom Klimaschutzfonds. Im Zoo konnten veraltete Heizungs- gegen Hocheffizienzpumpen ausgetauscht und verschiedene Wärmerückgewinnungsmaßnahmen umgesetzt werden. Die Bäderbetriebe investierten in energiesparende Technik bei Umwälzpumpen, in energiesparende LED-Beleuchtung im Weiherhofbad oder in eine Photovoltaikanlage auf dem Turmbergbad. Aus dem Fonds wurden in der Vergangenheit zudem Kosten für Fahrradleihsysteme und die Anschaffung von Erdgasfahrzeugen für den städtischen Fuhrpark finanziert.

Ziel des Wettbewerbs „Leitstern Energieeffizienz“ ist es, die Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg zu verantwortungsvollem Umgang mit Energie anzuhalten und Energie möglichst sparsam einzusetzen. Der besondere Fokus beim 2014 erstmals ausgetragenen Wettbewerb lag auf der Effizienzsteigerung im Wärmebereich. Erste Preisträger waren die Kreise Göppingen, Rems-Murr und Böblingen. Sonderpreise erhielten neben Karlsruhe die Stadt Heidelberg, der Landkreis Calw sowie der Rems-Murr-Kreis. Die Preise sind nicht dotiert.

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