Waldbilanz und -pläne finden Zustimmung

Oberwald. Foto: cg

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Bilanz, Potenzial und Perspektiven der Karlsruher Waldflächen widmete sich der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen in seiner konstituierenden nichtöffentlichen Sitzung.

Unter erstmaligem Vorsitz von Forstdezernentin Gabriele Luczak-Schwarz fanden sowohl die Vorlage zum Ergebnis 2013 als auch die zur Situation 2014 und zur Planung des Stadtwalds für 2015 Zustimmung. Im Rechnungsergebnis ergab sich ein gegenüber den Planwerten um gut 11.000 Euro größeres Minus von knapp drei Millionen Euro. Der Abteilungsleiter Forst im Liegenschaftsamt, Ulrich Kienzler, führte die Abweichung unter anderem auf veränderte Zuordnung interner Leistungen und einen Anstieg der Kosten zur Beseitigung regelmäßiger Müllberge zurück. Etwas geringer als geplant fielen zudem die Einnahmen aus dem Holzverkauf aus. Sie beliefen sich auf gut 600.000 Euro.

Nachhaltigkeit bleibt Prämisse

Zur Zwischenbilanz der Forsteinrichtungsplanung 2008 bis 2017 betonte Kienzler, auch künftig aus ökologischen Gründen nur etwa 95 Prozent des nachhaltig möglichen Hiebssatzes oder 14.500 Festmeter jährlich ernten zu wollen. Holz bleibe ein wichtiger und begehrter Rohstoff, aber es sollte nicht der Eindruck aufkommen, Profit stünde an erster Stelle. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird stets nur so viel geerntet wie auch nachwächst. So kamen allein dieses Frühjahr 8850 junge Bäume hinzu, die zudem die große Vielfalt aufrechterhalten. Die von einem Pilz befallene Esche, so Kienzler, sei wahrscheinlich dem Untergang geweiht. Nächstes Jahr ist zudem ortsweise mit einer Maikäferplage zu rechnen, merkte Luczak-Schwarz an. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2015 würden gut eingeschätzt. Der Fokus bei den Investitionen liege auf dem Arbeitsschutz, sagte die Bürgermeisterin.

Staats- und Stadtwald vor getrennten Wegen?

Eine den Wald entlastende Downhillstrecke für Mountainbiker wird weiter auf Ettlinger Gemarkung geplant, ferner die systematische Suche nach ökologischen Ausgleichsflächen fortgeführt. Die wesentlichen Ziele des Staatswalds in Sachen Ökonomie, Ökologie und Soziales werden laut Prognose zum Jahresende erreicht. Er wird ebenfalls von der städtischen Forstabteilung bewirtschaftet, doch das Kartellamt könnte diese Bündelung zerschlagen. Wegen seines Verfahrens gegen die gemeinsame Holzvermarktung von ForstBW und kommunalen oder privaten Waldbesitzern sah die Landesregierung sich Kienzler zufolge wegen drohender Schadensersatzforderungen gezwungen, eine Verpflichtungszusage zu geben. Wenn keine Änderung des Bundeswaldgesetzes erfolgt, wie sie Rheinland-Pfalz anstrebt, dann müssten im Falle Karlsruhes künftig Staats- und Stadtwald getrennt betrieben werden. Verwaltung und Ausschuss fürchten Nachteile in wirtschaftlicher und etwa auch waldpädagogischer Hinsicht.

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