Herr Prof. Dr. Peter A. Miglus, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie, Universität Heidelberg, wird einen Vortrag über die Geschichte und Kultur des hethitischen Großreichs halten.
Diese gemeinsame Veranstaltung des Förderkreises Archäologie in Baden und des Freundeskreises Pfinzgaumuseum/Historischer Verein Durlach findet statt am
Dienstag, den 4. Juni 2013 um 19.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses in Karlsruhe-Durlach.
Der Eintritt ist frei. Spenden sind gerne gesehen.
Hintergrund
Um die Wende vom 3. zum 2. Jahrtausend v. Chr. erschienen in Vorderasien die Hethiter, die ersten durch schriftliche Überlieferung bekannten Indoeuropäer, die zuerst kleine politische Einheiten in Zentralanatolien bildeten. Im 16. Jh. v. Chr. entstand das Alte Reich, dessen Herrscher bald um die Vorherrschaft in Syrien kämpften. Die weitere politische Entwicklung gipfelte im 14. und 13. Jh. v. Chr. in der Schaffung des hethitischen Großreichs, zu dem neben Zentral- und Westanatolien auch Teile Syriens und Mesopotamiens gehörten. Das Machtzentrum befand sich in der Stadt Hattuša, wo Ruinen des Königspalastes und zahlreicher Tempel ausgegraben wurden. Die Hethiter führten zahlreiche Kriege mit ihren Nachbarn, Ägypten, Mittani, Assyrien und Aḫḫijawa. Andererseits entwickelten sich zwischen diesen Staaten intensive diplomatische Beziehungen, deren Ziel es war, in einem friedlichen Umfeld Geschäftsverbindungen aufzubauen. Sowohl historische Urkunden als auch archäologisches Material zeugen von umfangreichen Handelsaktivitäten, die das Geschehen im östlichen Mittelmeerraum bis zum Niedergang des Großreiches um 1200 v. Chr. prägten.















