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Schon wieder Brötchentaste auf dem Prüfstand: Ein Erfolgsmodell streichen?

Foto: jow

Man kann leider fast schon die Uhr danach stellen, denn in schöner Regelmäßigkeit gibt’s Versuche, ein Durlacher und Mühlburger Erfolgsmodell, die so genannte Brötchentaste, abzuschaffen.

In diesen Tagen treten erneut die Grünen auf den Plan, per Haushaltsantrag diesen Service für Bürger zu beerdigen. Es geht dabei um das kostenlose 30- Minuten-Parken. „Schon 2010 gab es Versuche, die Brötchentaste zu kippen“, wehrt sich vehement die CDU Durlach gegen den wiederholten Versuch der Grünen, diese Durlacher und Mühlburger Besonderheit zu streichen. Doch nicht erst 2010 wurde die Brötchentaste positiv beurteilt – unter anderem von Geschäftsleuten, Unternehmern und freiberuflich Tätigen. Zudem erklärte die „Wirtschaftsvereinigung DurlacherLeben e.V.“ schon damals, „dass gerade die kleinen, schnellen Erledigungen zum lebendigen Flair Durlachs beitragen“ und dass „ohne die Brötchentaste sicherlich einiger Umsatz zu Supermärkten in den Randgebieten abwandern würde.“ Und letztlich stimmte der Gemeinderat für die Beibehaltung.

Schon 2011 bedauerte die Ortschaftsratsfraktion von Bündnis90/Die Grünen die Beibehaltung der Brötchentaste, das „subventionierte Parken“. Einer der Gründe damals: Es werde „nach wie vor nur der Blick auf den Autofahrer gelegt“ und „die Aufenthalts- und Verweildauer im Durlacher Einkaufsbereich wird jedenfalls durch den Pkw-Verkehr definitiv nicht gestärkt werden.“

„Die Brötchentaste ist ein Erfolgsmodell, von dem nicht nur der Handel, sondern auch die Kunden in höchstem Maße profitieren“, so die CDU – und führt an, dass dies zu einem weiteren Sterben von Geschäften in der Durlacher Innenstadt führen und die Kaufkraft in die großen Ketten abfließen würde. „So stirbt der Einzelhandel! Der von den Grünen so oft propagierte Bürgerwillen wird in Sachen Bötchentaste mit Füßen getreten. Bürgerbeteiligung ja, aber nur wenn das Ergebnis einem passt!“ Da würden auch nicht mehrere Tausend Unterschriften zum Erhalt der Brötchentaste interessieren. „Ein seltsames Demokratieverständnis“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Griener deutlich – und bekräftigt: „Wir werden für den Erhalt kämpfen.“ Dazu kommt Unterstützung aus Mühlburg.

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von jow/wobla veröffentlicht am

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