Erinnerung an schreckliche Bluttat

Stadt Karlsruhe

Vor einem Jahr erschoss ein Geiselnehmer vier Menschen und sich selbst / Trauerbeflaggung am 4. Juli 2013

Der Kanalweg 115 in der Karlsruher Nordstadt war am 4. Juli 2012 Ort einer schrecklichen Bluttat. Ein 53-jähriger Mann nahm im Verlauf einer Zwangsräumung mehrere Geiseln, erschoss drei von ihnen, seine Lebensgefährtin und schließlich sich selbst. Gegen 8 Uhr hatten der Gerichtsvollzieher, der Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes und ein Sozialarbeiter die zu räumende Wohnung betreten, kurz darauf war der neue Wohnungsbesitzer hinzugekommen. Der städtische Sozialarbeiter versucht den schwerbewaffneten Geiselnehmer zu beruhigen, wird aber aus der Wohnung geschickt. Noch im Treppenhaus hört er kurz vor 9 Uhr Schüsse und alarmiert die Polizei. Das SEK trifft kurz danach am Tatort ein, in der Wohnung gibt es jedoch keine Lebenszeichen mehr.

Der damalige Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Heinz Fenrich, zeigte sich „entsetzt und betroffen“ angesichts der schrecklichen Tat. Ab 5. Juli war dann an allen städtischen Gebäuden Trauerbeflaggung zu sehen und die Stadt richtete am 11. Juli eine zentrale Gedenkveranstaltung in der Evangelischen Stadtkirche aus, an der auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Innenminister Reinhold Gall und Justizminister Rainer Stickelberger teilnahmen. Zeitgleich gedachten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf Wunsch von OB Heinz Fenrich der Opfer des Gewaltverbrechens mit einer Schweigeminute. In der Evangelischen Stadtkirche hatte die Verwaltung außerdem ein Kondolenzbuch ausgelegt, von dem sie Duplikate für die Familien der Getöteten herstellen ließ.

Auch an dem Spendenkonto, das die Stadt für die Angehörigen einrichtete, zeigt sich, wie groß die Anteilnahme und Solidarität der Karlsruher Bürgerinnen und Bürger war und ist: Bislang sind rund 183.000 Euro eingegangen. Eingerichtet wurde das Konto im Rahmen der Aktion „Karlsruhe hilft“ bei der Sparkasse Karlsruhe Ettlingen (BLZ 660 501 01, Nummer 10 80 77777). Soweit die Spenden nicht mit einer Zweckbestimmung versehen sind, werden sie in gleichen Anteilen an Kinder und Ehegatten oder Lebenspartner ausbezahlt.

Am kommenden Donnerstag, 4. Juli 2013, erinnert die Stadt auf Wunsch von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup mit Trauerbeflaggung an die schreckliche Bluttat.

Aktuelle TOP-Themen auf Durlacher.de

Durlacher Kultursommer auf dem Alten Friedhof. Foto: cg

Durlacher Kultursommer 2024: Besuchern erwartet ein buntes Programm

Zum fünften Mal findet über die Sommermonate in Durlach ein Kultur-Open-Air-Programm statt. Die Veranstaltungsreihe „Kultursommer in Durlach“ wird…

mehr
Letzte Sitzung für den alten Ortschaftsrat im Bürgersaal des Durlacher Rathauses. Foto: jow

Aus dem Durlacher Ortschaftsrat: Hinweistafeln, Hitzeaktionsplan, Parken & Co.

Auf der vergangenen Sitzung im Durlacher Ortschaftsrat – zum letzten Mal mit den aktuellen Räten (Verabschiedung der ausscheidenden Räte und…

mehr
Wie das Hansa-Fest hat auch das Schubkarren-Rennen Tradition: Hier die Rennen 1964 und 2016 im Vergleich. Foto: ARGE Aue

7. Hansa-Fest Ende Juli – Feiern für den guten Zweck!

Am 27. und 28. Juli 2024 dreht sich auf dem Hansaplatz alles wieder um das beliebte Aumer Kultgetränk: dem „Hansa“ – die ARGE Aue lädt zu ihrem…

mehr

Neue Galerien

Weitere Fotos und Videos aus Durlach und Umgebung: Alle Galerien