Aktuelle Giftköder-Warnungen in sozialen Netzwerken verunsichern Katzen- und Hundehalter

Polizeibericht Durlach

In den sozialen Netzwerken, insbesondere bei Facebook, kursieren derzeit Warnungen vor angeblich im Stadt- und Landkreis Karlsruhe ausgelegten Giftködern.

Diese Meldungen, die bei Katzen- und Hundehaltern zu einer großen Verunsicherung geführt haben, decken sich allerdings nur zu einem sehr kleinen Teil mit den Erkenntnissen der Behörden. Beispielsweise werden Fundorte und Köderformen in einer Dimension beschrieben, die mit den bekannt gewordenen Vorfällen nicht im Einklang stehen.

Das Polizeipräsidium Karlsruhe stellt hierzu fest, dass über die im vergangenen Dezember im Karlsruher Stadtteil Rintheim zu beklagenden Fälle hinaus bislang keine Vergiftungen nachgewiesen wurden. Nach dem Gassigehen im Bereich des Hinterwiesenweges hatten vier Hunde Vergiftungserscheinungen gezeigt, woraufhin zwei der Tiere gestorben waren.

Bei ihren umgehend eingeleiteten Ermittlungen war die Polizei auf einen offensichtlich ausgelegten Köder gestoßen, der - wie sich bei den Untersuchungen herausstellte -  mit dem Pflanzengift E 605 versetzt war. Von der Aufmachung her war dieser Köder möglicherweise dazu bestimmt, Krähen zu vergiften.

In der Folge kam es bis Jahresende insbesondere in der Stadt, aber auch im Landkreis Karlsruhe zu Anzeigen, weil Vierbeiner nach dem Ausgang Ausfallerscheinungen wie Erbrechen zeigten. In keinem dieser insgesamt sechs Fälle war bislang eine Vergiftung nachzuweisen. Zwar dauern hier chemische Untersuchungen zum Teil noch an, doch waren entsprechende Vortests bislang allesamt unauffällig. Gleiches gilt für verdächtige Funde, die als mögliche Fraßköder gesichert und einer Untersuchung zugeführt wurden.

Im neuen Jahr wurde der Polizei bislang ein Fall angezeigt, bei dem sich ein in Rüppurr ausgeführter Hund erbrochen und weitere Ausfallerscheinungen gezeigt hatte. Ein Nachweis für die Ursache dieser Erscheinungen war hier nicht zu führen.

Die Behörden haben für die Sorgen und Nöte von Tierhaltern vollstes Verständnis. Die in den beispielsweise bei Facebook rasend schnell und ohne Prüfung auf den Wahrheitsgehalt verbreiteten Warnmeldungen führen aber zu einer unnötigen Verunsicherung.

Die Polizei bittet um Beachtung folgender Hinweise

  • Hundehalter sollten beim Gassigehen immer darauf achten, dass der Vierbeiner nichts Unbekanntes frisst.
  • Zeigt ein Tier Vergiftungserscheinungen, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Erbrochenes sollte nach Möglichkeit, zum Beispiel in einer Plastiktüte gesichert und umgehend gekühlt werden.
  • Die Polizei kann nur Fälle verfolgen und eventuell vorliegende Straftaten klären, von denen sie erfährt. Deshalb sollte bei entsprechendem Verdacht bei der nächsten Polizeidienststelle Anzeige erstattet werden.

Um zur Versachlichung der Diskussion beizutragen und den im Internet kursierenden Meldungen auf den Grund zu gehen, hat die Karlsruher Polizei ab heute (18. Januar 2013) einen vorübergehenden Facebook-Auftritt geschaltet (s. Links).

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