Betrüger und Diebe im Stadt- und Landkreis unterwegs – insbesondere ältere Menschen im Visier der Gauner

Polizeibericht Durlach

Wenn es darum geht, an Wertsachen und Geld anderer Menschen zu kommen, kennt die Phantasie von Straftätern keine Grenzen. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendeine neue Version von Trickbetrügereien und Trickdiebstählen bei der Polizei zur Anzeige gebracht wird. Und immer wieder sind gerade ältere Mitmenschen bevorzugtes Ziel der Gauner.

In den letzten beiden Tagen wurden der Polizei folgende Fälle bekannt:

In Hochstetten verschaffte sich ein Unbekannter unter dem Vorwand, die Lichtquellen im Hause zählen zu müssen, Zutritt zur Wohnung einer 84 Jahre alten Frau. In der Folge ging er durchs gesamte Haus und ließ dabei in der Küche zunächst unbemerkt den Geldbeutel der Rentnerin mitgehen. Erst als der Langfinger über alle Berge war, stellte die Frau den Diebstahl  fest. Mindestens genauso ärgerlich wie der Verlust von hundert Euro ist für die Geschädigte die Rennerei zur Wiederbeschaffung ihres Personalausweises und der KVV-Jahreskarte.

In Karlsruhe-Durlach wurde eine 62 Jahre alte Fußgängerin Opfer des sogenannten Kettentricks. Die Frau wurde aus einem mit zwei Männern und zwei Frauen besetzten Pkw heraus nach dem Weg zu einem Krankenhaus befragt. Als „Dank“ für die erhaltene Auskunft sollte sie eine Schmuckkette erhalten. Beim Umhängen stahl ihr dann einer der Männer mit geübten Fingern eine um den Hals getragene Goldkette im Wert von 800 Euro. Zugleich konnte die Geschädigte noch verhindern, dass eine der beiden Frauen ihr ein Armband stahl.

Das Ansinnen eines unbekannten Trickbetrügers, ein älteres Ehepaar aus der Karlsruher Nordweststadt um sein Geld zu erleichtern, scheiterte dagegen. Der Mann hatte sich bei den Eheleuten vorgestellt und ihnen vorgegaukelt, nach dem Konkurs eines Karlsruher Teppichhauses günstige Seidenteppiche anbieten zu können. Nach einem Anruf bei dem angeblich nicht mehr existenten Händler wies der Mann den Täter schließlich aus dem Haus.

Die Polizei warnt vor diesen und einer Vielzahl weiterer Maschen wie beispielsweise dem zu trauriger Berühmtheit gelangten „Enkeltrick“, dem „Zetteltrick“, dem „Glaswasser-Trick“ und all deren Abwandlungen.

Gegen solche Gauner hilft nur Vorsicht und ein gesundes Misstrauen. Keinesfalls sollten Fremde in die Wohnung gelassen werden.

Wie man sich wirkungsvoll vor den verschiedenen Maschen schützt, steht ausführlich in der kostenfrei bei jeder Polizeidienststelle erhältlichen Broschüre „Der goldene Herbst“. All diese Tipps finden sich auch im Internet (s. Links).

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