Die beiden Dirigenten, Friedrich Ruppert vom Gesangverein und Alwin Frank vom Musikverein haben für dieses Event wieder ein anspruchvolles Programm, das von allen über 110 Mitwirkenden viel abverlangte, zusammengestellt. Der Bogen der dargebotenen Werke war sehr weit gespannt und der Stimm- und Klangkörper beider Vereine konnte auch bei gemeinsamen Darbietungen seine Qualität unter Beweis stellen.
Bereits die Eröffnung beim Einzug der Chöre in die Kirche mit dem Lied „Sia Hamba“, ein traditionelles, afrikanisches Schlaflied der Zulus, stimmte die Besucher auf das kommende ein. Die Jüngsten, die Auemer Spatzen, zeigten mit dem Lied „Wir sind Kinder dieser Welt“ von Reinhard Feuerstädter und Musik von Reinhard Horn, was sie stimmlich leisten können. Mit dem Liedbeitrag der Auemer Spatzen und Auer Power „Sanna Sannanina“, ein Lied aus Tansania, hat Ruppert seine Jüngsten mit Soloeinlagen zeigen lassen, dass Singen Freude bereitet.
Zur Eröffnung der Konzertbeiträge des Musikvereins wählte ihr Dirigent Alwin Frank ein Stück des Komponisten Kees Vlak, „The New Village“ aus. Dieses Stück soll das Entstehen eines neuen Dorfes aufzeigen mit all seinen Hochs und Tiefs aber auch lustigen Festen und Neid. All diese Stimmungen wurden mit harmonischen Klängen und Missgunst und Neid mit schräg klingenden Akkorden gespielt. Diese Stimmung wurde von den Musikerinnen und Musikern gekonnt an das Publikum vermittelt. Es folgte ein gemeinsamer Beitrag von Musikverein, Stammchor und Auer Power, „Jesus bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach, gefolgt von dem Gebet „Das Vater unser“, Musik von Nicolai Rimski-Karssakow unter Bearbeitung von Gerold Engelhardt.
Der Stammchor des Gesangverein brachte folgende Lieder, „O Herr, welch ein Abend“, ein Spiritual, auch unter dem Titel „My Lord, what an evening“; eine lettische Weise „Fliege kleine weiße Taube“ und „Zauber der Musik“, dieser Text stammt von Marc Somaris nach einem Gedicht von Heinrich Wege.
Den zweiten Teil eröffnete der Musikverein mit dem Stück „Emotions“. Mit diesem Stück wollte der Komponist Kurt Gäbele das Spannungsfeld des Menschen im heutigen Umfeld musikalisch zum Ausdruck zu bringen. Die drei Liedbeiträge von Auer Power entführte die Besucher in die Welt der Musicals. Zuerst „Die Musik der Nacht“ aus das Phantom der Oper, dann aus Walt Disney’s „Die Schöne und das Biest“ die Titelmelodie. Beschlossen wurde dieser Block mit dem Lied „Hallelujah“ aus dem Film „SHREK“, Musik und Text von Leonard Cohen. Den Abschluss dieses Teils des Konzertes gestaltete wieder der Musikverein, Frank hatte hierfür das bekannte Stück „Baker Street“, bekannt geworden durch die Romanfigur Sherlock Holmes in der von Gerry Rafferty gesungenen Rocksongversion mit Saxophonsolo auflegen lassen.
Den Schlussteil eröffneten der Stammchor und Auer Power gemeinsam und hierfür hatte Ruppert drei Stücke für die Sängerinnen und Sänger ausgewählt, bei denen die Qualität beider Chöre aufgezeigt wurde. Das erste Stück, „Memory“ aus dem Musical Cat’s, gefolgt von Sir Elton John bekanntem Titel „Circle of Life“ in der deutschen Version „Der ewige Kreis“. Diese Lieddarbietung war für beide Chöre eine Erstaufführung. Der reine Chorbeitrag wurde mit dem Lied „Die Rose“ nach der Musik von Amanda Mc Broom und dem Text von Michael Kunze beendet. Die Chorbeiträge wurden von dem Pianisten Dr. Matthias Löble begleitet.
Zum Abschluss dieses Konzertabends haben sich beide Dirigenten etwas besonderes einfallen lassen. Inspiriert von einem Gottesdienst in Österreich, bei dem die Gemeinde zum Gitarrenklang des Pfarrers das Lied von den Montagsdemonstrationen vor der Leipziger Nikolaikirche sang, war der Entschluss gekommen mit diesem Lied nach dem BEATLES-Song „Yellow Submarine“ und dem Text der Pastorin Simone Mertins zu beenden. Mit diesem Beitrag wollten beide Dirigenten aufzeigen zu was Menschen ohne Gewalt bereit sein konnten etwas Großes zum Wohle eines ganzen Volkes zu ändern.
Vor dem Schlussbeitrag der über 110 Mitwirkenden bedankte sich der erste Vorsitzende des Gesangverein Heinz Jaudes, der auch gekonnt durch den Konzertabend führte, beim Ältestenrat der Trinitatiskirche und Pfarrer Dieckman für die Bereitstellung der Räumlichkeiten zur Eröffnung des 140-jährigen Jubeljahres, aber auch bei den vielen Besuchern für ihr Kommen. Den Schlusspunkt setzte das Publikum selbst mit stehenden Ovationen für einen gelungenen Abend.
















