Land öffnet Förderschatulle

Umweltdezernent Klaus Stapf (r.) nahm die Auszeichnung von Umweltminister Franz Untersteller entgegen. Foto: pm

Umweltdezernent Klaus Stapf (r.) nahm die Auszeichnung von Umweltminister Franz Untersteller entgegen. Foto: pm

Die Stadt Karlsruhe bleibt beim Wettbewerb „Klimaneutrale Kommune“ weiter in der Erfolgsspur. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg wird drei geplante Klimaschutzprojekte in der Fächerstadt fördern und stellt dafür rund 325.000 Euro zur Verfügung.

Insgesamt erhalten neun Kommunen Geld aus dem Sondertopf des Landes für ausgewählte Umsetzungsvorhaben. Umweltminister Franz Untersteller überreichte die Förderbescheide  am 12. März 2012 im Stuttgarter Haus der Wirtschaft. Die finanziell bedachten Projekte in Karlsruhe sind Teil eines umfangreichen Vorschlagskatalogs der Machbarkeitsstudie „Klimaneutrales Karlsruhe 2050“. Am 28. Februar 2012 hatte der Karlsruher Gemeinderat über die Studie diskutiert und sich für die Klimaneutralität als langfristiges Ziel der städtischen Klimaschutzaktivitäten ausgesprochen.

Umweltdezernent Klaus Stapf nahm die Auszeichnung im Namen des Oberbürgermeisters entgegen. Er freue sich sehr, so Stapf, dass das Land neben der Machbarkeitsstudie nun auch die Umsetzungsphase in Karlsruhe finanziell unterstütze. „Bei der Jurypräsentation Mitte Februar haben wir uns bewusst auf die wesentlichen Empfehlungen der Studie beschränkt und passende Vorschläge aus den Bereichen Gebäudesanierung, Kooperation mit der Wirtschaft und Energiebereitstellung zur Förderung vorgeschlagen. Alle drei Projektvorschläge haben aus Sicht der Jury Modellcharakter und erhalten jetzt einen 50-prozentigen Zuschuss durch das Land.“

Mit dem Geld beabsichtigt die Stadt in Kooperation mit der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur ein Pilotprojekt zur „Konvoi-Sanierung“ umzusetzen. Stapf: „Ein wichtiges Ergebnis der Studie war, die Sanierungsrate im Gebäudebestand von derzeit unter einem Prozent mittelfristig mindestens zu verdoppeln. Das Instrument der Konvoi-Sanierung stellt hier einen viel versprechenden Ansatz dar.“ Ziel sei es, in Quartieren mit möglichst homogener Gebäudestruktur gemeinsam mit den Eigentümern eine Sanierungsstrategie zu entwickeln. Durch eine gewisse Standardisierung sollen so Kostenvorteile und Mengenrabatte erreicht werden. Weitere Fördervorhaben sind der Aufbau eines Karlsruher Modells für die Energieeffizienzberatung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie die Realisierung einer innovativen Gebäudeklimatisierung mittels Fernwärme bei einem ausgewählten Neubauobjekt.

Unter dem Begriff Klimaneutralität wird eine Verminderung der jährlichen CO2-Emissionen unter zwei Tonnen pro Kopf verstanden. In Karlsruhe liegen sie derzeit bei rund zehn Tonnen pro Einwohner. Demnach müssen die CO2-Emissionen um 80 Prozent reduziert werden, wenn Karlsruhe bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden will. Dies ist zwar nach Aussage der Machbarkeitsstudie nur leistbar, wenn auch die äußeren - internationalen und nationalen - Rahmenbedingungen stimmen. Dennoch müssten auf kommunaler Ebene erhebliche weitere Anstrengungen über das bestehende Klimaschutzkonzept hinaus unternommen werden. „Wir stehen also vor einem langen und beschwerlichen Weg, den wir gehen müssen, wenn wir den Klimakollaps verhindern wollen“, so Bürgermeister Stapf. „Deshalb werden wir wie vom Gemeinderat beschlossen auch die restlichen Vorschläge der Machbarkeitsstudie genau prüfen und nach Möglichkeit weitere Projekte auf dem Weg zur Klimaneutralität umsetzen.“

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