Zum letzten Mal in diesem Jahr fand eine Vereinsvorstellung der Bürgergemeinschaft Durlach und Aue statt. Diesmal war die „BÜGDA“, gemeinsam mit vielen interessierten Bürgern, zu Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr Durlach 1846.
Nach einer kurzen Begrüßung erklärte Abteilungskommandant Roland Ernst, dass die Freiwilligen Feuerwehr Durlach kein „Verein“ im klassischen Sinne sei, gleiche einem solchen aber natürlich in der Struktur, da die Gemeinschaft geprägt sei von großer Kameradschaft und gegenseitiger Hilfe.
Gegründet wurde die Freiwillige Feuerwehr im Jahre 1846 von Stadtbaumeister Christian Hengst, der das Feuerlöschwesen revolutionierte. Er erkannte Mängel, erstellte ein Reglement und schuf eine Struktur wie sie es damals nicht gab. Bis zu diesem Zeitpunkt „rotteten“ sich die Menschen im Brandfall nur zusammen und versuchten unkoordiniert, das Feuer zu löschen. Hengst stellte ein „Execitium an der Spitze“ - also eine Löschmannschaft auf und gründete somit die erste Freiwillige Feuerwehr in Deutschland.
Wie ein „Lauffeuer“ verbreitete sich 1847 der Erfolg eben diesem Durlacher Pomiercorps, dem es gelang, beim Brand des Großherzoglichen Hoftheaters im 7 km entfernten Karlsruhe in nur 26 Minuten anzurücken und den Brand professionell mit Ihrer Stadtspritze Nr. 2 zu löschen. Ab diesem Zeitpunkt fingen viele Bürger an, sich zu engagieren.
Städte, in denen mehr als 100.000 Einwohner leben, sind verpflichtet, eine Berufsfeuerwehr aufzustellen, eine Freiwillige Feuerwehr hingegen ist zumeist fester Bestandteil in kleineren Gemeinden, so Ernst.
Interessant waren auch die unzähligen Beispiele, die den Bürgern veranschaulichten, wofür die Feuerwehr, neben Bränden zu löschen, noch zuständig ist: Egal ob Menschen nach einem Unfall in einem PKW eingeklemmt sind, Tiere in „Zwangslagen“ stecken, umgestürzte Bäume Straßen versperren, Keller mit Wasser voll gelaufen sind oder es sich um andere Umwelteinsätze handelt, die Kameraden der Feuerwehr sind immer vor Ort.
Zur Zeit engagieren sich 69 aktive Kameradinnen und Kameraden ehrenamtlich bei der Durlacher Feuerwehr. 365 Tage im Jahr und zu jeder Uhrzeit stehen in Bereitschaft. Seit 1969 gibt es auch eine Jugendfeuerwehr, die Jungen und Mädchen zwischen 10-17 Jahren ausbildet, bei richtigen Einsätzen dürfen sie aber erst mit 18 aktiv dabei sein.
Nach dem interessanten Vortrag, der auch die ein oder andere Diskussion anregte, durften alle die Feuerwehrautos von Nahem anschauen und Fragen stellen.
Die Bürgergemeinschaft bedankt sich auf diesem Wege noch einmal herzlich für den schönen und interessanten Abend und möchte auf diesem Wege noch einen Aufruf in „eigener Sache“ starten:
Am Montag, den 14. November 2011 um 20.00 Uhr findet der letzte Bürgerstammtisch diesen Jahres in Judy’s Café am Schlossplatz statt. Die „BÜGDA“ läd alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem gemütlichen Beisammensein ein, bei dem Sorgen und Anregungen rund um Durlach angebracht werden können.













