Die beabsichtigte Erweiterung des Landschaftsschutzgebietes Oberwald–Rißnert um große Flächen in Wolfartsweier und Durlach-Aue weckt erhebliche Existenzängste. In einem Schreiben des CDU-Landtagsabgeordneten Manfred Groh an die Stadtverwaltung bringt dieser die Sorgen und Nöte von Anwohnern und Gartenbaubetrieben zum Ausdruck. „Im Einzelnen geht es bei dieser Schutzgebietserweiterung vornehmlich um Existenzängste der betroffenen Gartenbaubetriebe. Diese zweifeln die Garantie des Bestandsschutzes sowie die Gewährleistung von Entwicklungsmöglichkeiten auch für die Zukunft an“, so Groh.
In dem Schreiben wird auch die Problematik der Nachfolgeregelungen und somit der dauerhafte Erhalt der Gartenbau- und Landwirtschaftsbetriebe thematisiert, die sonst möglicherweise nicht mehr ohne weiteres vererbt oder veräußert werden könnten. Der Wertverlust wäre erheblich und käme einer Enteignung gleich, teilt Groh die Befürchtungen der Betroffenen. Er unterstützt die Forderung nach einer gänzlichen Herausnahme dieser Flächen. Gleichzeitig hebt er hervor, dass von einer möglichen Schutzgebietserweiterung auch alle Sportvereine und sonstigen öffentlichen Flächen betroffen wären. Es steht zu befürchten, dass viele Bewohner und Grundstückseigentümer der betroffenen Flächen sich bislang nicht im klaren darüber sind, welche Auswirkungen das Vorhaben auf sie haben könnte.
Des Weiteren stellt Groh die Sinnhaftigkeit des Projekts in Frage. „Seit Generationen werden die einzelnen Areale durch die Betriebe und Vereine gepflegt und erhalten. Auf diese Weise wird bereits ein aktiver Beitrag für den Landschaftsschutz geleistet. Insoweit stellt sich für mich die berechtigte Frage, was der eigentliche Grund für diese Schutzgebietserweiterung sein soll. Besonders davon betroffen wäre meiner Meinung nach Wolfartsweier. Neben den Durlacher Gartenbaubetrieben würden diesem Stadtteil sämtliche Erweiterungs- und Entwicklungschancen wenn nicht gänzlich genommen, so doch erheblich eingeschränkt“, so der CDU-Landtagsabgeordnete.


















