Sommertheater 2011 in der Orgelfabrik mit Margaritas

Sommertheater 2011 in der Orgelfabrik mit Margaritas

Das „Theater in der Orgelfabrik“ ist die ursprüngliche Theatergruppe, die die Orgelfabrik für kulturelle Zwecke nutzte und das erste "Sommertheater" in Karlsruhe eröffnete.

Ins Leben gerufen wurde das Theater in der Orgelfabrik 1987. Ausgangspunkt und der "zündende Funke" war der ungewöhnliche Raum der alten Orgelhalle in Karlsruhe Durlach. Ein Theaterraum, der eigentlich gar kein Theaterraum ist. Aber dafür bietet er umso mehr Atmosphäre. Natürlich kann man an diesem außergewöhnlichen Ort kein gewöhnliches Theater machen. So entstand die Idee, Stücke für diesen Raum und für die Schauspieler, die ihn beleben, neu zu entwickeln und ein "Autorentheater" ins Leben zu rufen, das ausschließlich Uraufführungen in seinem Programm hat. Seit dieser Zeit waren im "Theater in der Orgelfabrik" mehr als 60 Schauspieler/innen zu Gast und die Zahl der Uraufführungen beläuft sich in den über 24 Jahren kontinuierlicher Arbeit auf 41 Stücke. Waren es am Anfang noch Bearbeitungen und Übersetzungen, nahmen die Stücke immer mehr einen unverwechselbaren Charakter an. Sowohl auf Persönlichkeiten aus Geschichte oder  Literatur wie Caspar Hauser, Casanova, Molière, Don Giovanni, als auch auf bestimmte Themen hin werden die Stücke geschrieben - so  die Trilogie um das Schicksal der Titanic, 'Haus Frankenstein' oder 'Dr. Jekyll & Mr. Hyde‘ und im letzten Jahr ‚Blaubart‘.

Ein besonderes Augenmerk wird dabei schon seit Jahren auf die theatralische Umsetzung von Erzählungen großer deutschsprachiger Dichter gelegt, wie in Thomas Manns 'Tod in Venedig', oder die Kafka-Trilogie 'Kafkas Schloß', 'Kafkas Die Verwandlung' und  'Der Proceß'. In diesem Jahr steht wieder eine Romanadaption auf dem Spielplan, diesmal ein russischer Autor: „Der Meister und Margarita“ nach Michail Bulgakow.

DER MEISTER UND MARGARITA Theaterstück von Gabriele Michel und Franco Rosa Nach dem gleichnamigen Roman von Michail Bulgakow  Uraufführung am 13. August 2011 Weitere Vorstellungen am 19./ 20./ 26. und 27. August 2011, am 2./ 3./ 9./ 10./ 16./ 17. und 24. September 2011, am 1. Oktober 2011 und zum letzten Mal am 8. Oktober 2011.

Es spielen: Martina Eckrich, Gabriele Michel, Ulrike Schmitt, Katrin Wünschel; Sven Fechner, Oliver Grimm, Ramayya Kumar, Jack Recknitz, Franco Rosa u.a.

Licht: Peter Schmitt  
Inszenierung: Franco Rosa

„Nun gut, wer bist du denn?- Ein Teil von jener Kraft,  die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“

„Wird im Sommer in der Orgelfabrik Goethes Faust gespielt? Nein, >Der Meister und Margarita<.“

Satan und sein exzentrisches Gefolge statten der Erde ihren Besuch ab. Es beginnt ein bizarres Spiel mit und in unserer Welt, wo Wahrheit oft nur das ist, was man aus ihr macht, und wo die Wirklichkeit manipuliert wird. Die Auswüchse der Bürokratie werden genauso in dieses Spiel einbezogen wie die Auswüchse der menschlichen Natur. Ein Kaleidoskop von Wünschen, Begierden, Aberglaube und Gier.  Als Vorlage für das neue Theaterstück vom  „Theater in der Orgelfabrik“ dient der Roman des russischen Dichters Michail Bulgakow (1891-1940). Erst 1967 vollständig veröffentlicht,  wurde er zu einem Welterfolg und hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren.

  Ein Theaterabend, bei dem der angebliche Professor der schwarzen Magie, Voland, seine Künste vorführt,  bei dem der „Meister“ resigniert und seinen Roman verbrennt, Margarita, um ihn zu retten, einen Pakt mit dem Satan eingeht und wie eine Hexe durch die Luft fliegt und der Dichter Iwan nach der Verfolgung Satans im Irrenhaus landet.

Dazu tritt auf ein Verwaltungschef,  von dem nur noch der Anzug übrig bleibt, welcher aber kräftig weiter unterschreibt und seine Untergebenen schikaniert, dann der Leiter einer Literaturzeitschrift, dem vorausgesagt wird, dass er noch vor dem Abend seinen Kopf verliert und der prompt unter die Straßenbahn gerät.

Überdies eine Abteilung der Finanzbehörde, die im Chor singt und singt und singt… und zu guter Letzt Pontius Pilatus, der auch noch!   Ein teuflisch amüsanter Abend zwischen Phantasie und Realität, zwischen Gut und Böse, Heiterkeit und Erschrecken, und das natürlich im faszinierenden Raum der alten Orgelfabrik in Durlach.

Beginn jeweils 20.30 Uhr
Eintritt 14/12 Euro

Weitere Informationen

Kartenvorbestellung: 0721 / 401443 - Faxnummer: 0721 / 4763830 - E-Mail: orgelfabrik(at)t-online.de

Orgelfabrik auf Durlacher.de

exklusive Fotos von Samuel Degen (sade) demnächst hier auf Durlacher.de

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