AVG findet Tarifkompromiss mit der GDL

KVV

Nach zähen Verhandlungen zwischen der Geschäftsleitung der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) und der Spitze der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) konnte in der seit acht Monaten schwelenden Tarifauseinandersetzung ein für beide Seiten tragfähiger Kompromiss gefunden werden.

Das Verhandlungsergebnis gewährt, dass Streikmaßnahmen nun auf lange Sicht ausgeschlossen sind und die Stadtbahnen planmäßig verkehren werden. „Wir haben einen Abschluss im Sinne unserer Fahrgäste erreicht, die sich wieder auf die Stadtbahnen verlassen können. Der Tarifvertrag berücksichtigt die wirtschaftliche Situation der AVG, so dass das Nahverkehrsunternehmen für künftige Herausforderungen am Markt konkurrenzfähig bleibt“, sagt Dr. Walter Casazza, Geschäftsführer der AVG.

Die AVG hat mit der GDL nicht den von der Gewerkschaft ursprünglich kategorisch geforderten Bundesrahmentarifvertrag für Lokomotivführer abgeschlossen, sondern einen „schlanken“ Haustarifvertrag. Der jetzt abgeschlossene Tarifvertrag soll im Hinblick auf alle Regelungen zum Entgelt und zur Arbeitszeit am 1. April 2012 in Kraft treten und hat eine Laufzeit bis 31. März 2014. Für die GDL-Mitglieder bei der AVG wurden Besitzstandsregelungen mit deutlichen Abschmelzbestimmungen vereinbart. Vorgesehen sind Steigerungen der fixen Entgeltbestandteile von jeweils 1,5 Prozent für die Jahre 2012 und 2013. Vorgesehen sind künftig auch flexiblere Einsatzorte für die AVG-Triebfahrzeugführer.

Bei der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft existieren damit künftig zwei verschiedene „Tarifwelten“: Die in der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer organisierten Triebfahrzeugführer bekommen den mit der GDL ausgehandelten Tarifvertrag, die nicht in der GDL organisierten Triebfahrzeugführer können den bisherigen Tarifvertrag für die nicht-bundeseigenen Eisenbahnen (ETV) behalten. Der ETV gilt auch für alle übrigen Mitarbeiter der AVG.

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