Karlsruhe erreicht sechsten Platz bei „Bundeshauptstadt der Biodiversität“

Landschaftsschutzgebiet am Turmberg. Foto: cg

Landschaftsschutzgebiet am Turmberg. Foto: cg

An dem Wettbewerb, der 2010 im „Internationalen Jahr der Wälder“ von der Deutschen Umwelthilfe ausgelobt wurde, nahmen bundesweit 124 Städte und Gemeinden teil.

Vergangene Woche wurden nun in Köln die Sieger gekürt. Platz eins sicherte sich Hannover vor der Gemeinde Ratekau in Schleswig-Holstein und der Stadt Münster. Karlsruhe erreichte in der Kategorie der Städte über 100.000 Einwohner sogar den vierten Platz, im baden-württembergischen Landesvergleich musste die Fächerstadt nur Bad Saulgau den Vortritt lassen.

In insgesamt sechs Kategorien konnten die Teilnehmer die ganze Bandbreite ihrer Bemühungen um die Artenvielfalt und Vielfalt der genetischen Ressourcen, der Ökosysteme und Nutztiere sowie Kulturpflanzen in ihrer Stadt darstellen. In der Kategorie „Umweltbildung und Umweltgerechtigkeit“ erzielte Karlsruhe das beste Ergebnis aller Teilnehmer. Hier würdigte die Jury vor allem die konzeptionelle Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern, auch aus integrativen Schulklassen. Punkten konnte Karlsruhe auch beim „Arten- und Biotopschutz“, bei dem vor allem die Maßnahme, das Gebiet „Alter Flugplatz“ unter Naturschutz zu stellen, als Positivbeispiel genannt wurde.

„Es ist ein Anliegen der Stadt Karlsruhe, den natürlichen Reichtum, also die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten, die Vielfalt der Ökosysteme sowie die genetische Vielfalt der Natur in unserer Region zu erhalten“, sagte Bürgermeister Klaus Stapf. Das gute Abschneiden beim Wettbewerb „‚Bundeshauptstadt der Biodiversität‘ ist eine Bestätigung unserer Arbeit“, freute sich Stapf. Verbesserungsbedarf sieht der Umweltdezernent im großflächigen Biotopverbund, etwa bei der Ausweisung von zusammenhängenden Landschaftsschutzgebieten. So seien seit Inkrafttreten des gültigen Flächennutzungs- und Landschaftsplanes im Jahr 2004 bislang nur rund 9,2 Prozent, also circa 135 Hektar, rechtskräftig ausgewiesen, erklärte Stapf.

Mehr zur biologischen Vielfalt in Karlsruhe gibt es im Internet.

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