Seit geraumer Zeit ist laut EU-Beschluss der Begriff "Schwäbische Maultasche" als Marke geschützt. Dies hat hier im Badischen für einige Aufregung gesorgt und es schreit förmlich nach Richtigstellung. Die Geschichte besagt nämlich, dass auf diese Weise die Zisterziensermönche des Klosters Maulbronn (daher auch der Name Maultasche) in der Fastenzeit das Fleisch vor dem lieben Herrgott verstecken wollten, was im Volksmund zum Beinamen "Herrgottsbscheißerle" führte. Und da Maulbronn definitiv noch badisch ist, kann es nicht sein, dass sich unsere schwäbischen Landesgefährten diesen Gaumenschmauß auf die Fahne schreiben.
Um nun ein für alle Mal aufzuräumen mit dieser historisch-kulinarischen „Lüge“ hat sich der Durlacher Verein Humanitäre Botschaft dem Thema angenommen. Am Sonntag, 21. März 2010 ab 11.30 Uhr findet nun im Durlacher Traditionslokal "Kranz" in der Pfinztalstraße das erste "Badische Maultaschenessen" statt. Hausgemachte Maultaschen – abgeschmelzt oder in der Brühe werden für den guten Zweck verkauft. Rund 750 Stück wurden dafür in liebevoller Handarbeit hergestellt, angefangen beim Teig rollen, Füllung machen und schließlich zusammenfalten und kochen – alles nach original badischem Rezept.
Der Erlös fließt in das integrative Segelprojekt "Leinen los" für Menschen mit und ohne Behinderung. Bereits im letzten Jahr führte der Verein einen solchen Törn durch, der unter allen Teilnehmern auf große Begeisterung stieß. Aus diesem Grund wird das Projekt auch in diesem Jahr wiederholt (7. bis 14. August 2010). Eine Woche lang segelt die gemischte Gruppe durchs holländische Ijsselmeer auf dem dreimaster "Grotvoorst". Wer sich für eine Teilnahme interessiert, der sollte am besten per Mail bei der Humanitären Botschaft nähere Informationen anfragen.
Kontaktdaten und Spendenkonto auf www.durlacher.de


















