Noch freie Plätze! Leinen los! für integratives Segeln 2010

Noch freie Plätze! Leinen los! für integratives Segeln

Foto (Lennermann): Gemeinsam, ob mit oder ohne Handicap, muss auch mal kräftig zugepackt werden

Humanitäre Botschaft organisiert einen Segeltörn für Menschen mit und ohne Behinderung

„Leinen los!“ – lautet nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr bereits zum zweiten das Motto einer integrativen Freizeitmaßnahme, die vom 14. bis 21. August vom Karlsruher Förderverein „Humanitäre Botschaft e.V.“ organisiert und durchführt. wird. Menschen ab 21 Jahren mit und ohne Handicap machen gemeinsam eine Woche Urlaub auf einem der schönsten Dreimaster, der das Ijsselmeer derzeit befahren, der „Grootvorst“. Es erwarten die Teilnehmer sieben Tage voller Spannung, Abenteuer, Segelspass, Hafengänge, Trockenlegen mit Wattwanderung und natürlich viele gemeinsamen Aktivitäten. Insgesamt zwölf Menschen mit einer geistigen Behinderung nehmen an der Reise teil. „Die Leute arbeiten zumeist bei den Hagsfelder Werkstätten und leben im Betreuten Wohnen, so dass speziell ausgebildete Betreuer gar nicht nötig sind, da sie auch sonst ihren Alltag nahezu allein meistern“, so Carsten de la Porte, Geschäftsführer des Vereins.

Mit einer Firmen-Patenschaft etwa kann ein Unternehmen Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichsebenen freistellen, die mehr als nur ein paar nette Urlaubstage verbringen. Teambuildung ist das Schlüsselwort dieser Seitenwechselmaßnahme, in der man auch durchaus Grenzwerterfahrungen machen kann. „Es werden Teams gebildet die füreinander verantwortlich sind, zusammenarbeiten bei den anfallenden Jobs an Bord und vor allem miteinander die Zeit verbringt.“, so de la Porte weiter.

Ziel ist es, Menschen auf Augenhöhe zusammenzubringen, Verantwortung zu übernehmen, soziale Kompetenz zu stärken, etwaige Konflikte konsenzfähig zu lösen und mit Freude die Zeit an Bord zu gestalten. Der Spassfaktor des Segelns kommt dabei keinesfalls zu kurz. Insgesamt rund 28 Menschen mit und ohne Behinderung finden Platz auf der Grootvorst. Kostenpunkt der im wahrsten Sinne All Inclusive Reise liegt bei 750 Euro pro Person. Die Kosten für Menschen mit Behinderung werden von der Aktion „Cent hinterm Komma“ subventioniert.

Gedeckelt werden die Kosten über Sponsoren und Spenden. „Da fehlt noch ein bisschen was“, lässt de la Porte verlauten und „wir sind um jede Unterstützung für dieses innovative Projekt dankbar“. Die 1. Vorsitzende der Humanitären Botschaft Roswitha Henkel, appelliert denn auch an die Karlsruherinnen und Karlsruher: „Wir als relativ kleiner Verein sind stets bemüht, neue Wege zu gehen, was die Inklusion von Menschen mit Behinderung angeht. Dafür ist eine solche Freizeitmaßnahme ideal geeignet, begegnet man sich doch auf einer zwanglosen und doch verantwortungsvollen Ebene“. Man benötige stets starke Partner, die helfen, jene neuen Ideen zu verwirklichen – und der stärkste Partner sei immer noch die Solidargemeinschaft innerhalb einer Stadt, so die Vorsitzende weiter.

Wer sich also für eine Teilnahme interessiert, der sollte am besten per Mail bei der Humanitären Botschaft nähere Informationen anfragen: info(at)humanitaere-botschaft.de.  Wer das Projekt mit einer Spende unterstützen möchte kann dies tun unter: BBBank Karlsruhe (BLZ 660 908 00) Kennwort „Leinen los“ – Konto 1199 199 0

Humanitäre Botschaft - Eine Stadt bringt was ins Rollen® e.V. auf www.durlacher.de

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