. .
Sie sind hier:  Start  >  Neuigkeiten-Archiv  >  Artikel

Durlacher Branchenverzeichnis

500 Unternehmen aus allen Branchen
Firmenpartner mit eigener Seite
(Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Links)

Durlacher Infomail abonnieren

Durlacher Infomail abonnieren

Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein:

Warum jeder schwimmen können sollte

Schwimmerbecken im Turmbergbad. Foto: cg

Schwimmen sollte zu den Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen gehören! Doch Deutschland wird immer mehr zu einem Nichtschwimmerland.

Noch genießen wir lange Sonnentage und laut Wetterprognose soll auch in den kommenden Tagen das Bilderbuchwetter zurückkehren. Da lockt ein Sprung in den nahe gelegenen See oder eine andere erfrischende Badestelle. Doch je länger das Traumwetter anhält, desto mehr Menschen ertrinken auch bei dem verständlichen Wunsch nach Abkühlung. So ertranken im vergangenen Jahr mindestens 504 Menschen in Deutschland. 24,8 Prozent mehr als im weniger sonnigen 2017, so die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Besonders häufig trifft es Kinder; denn immer weniger können schwimmen. ARAG Experten geben Tipps, damit sich Kinder und Erwachsenen sicher im Wasser bewegen können.

Immer weniger können Schwimmen

Weit mehr als die Hälfte der Zehnjährigen in Deutschland kann nicht richtig schwimmen, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag der DLRG zeigt. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts belegt, dass Mädchen häufiger und im Durchschnitt auch etwas früher schwimmen lernen als Jungen. Bei den älteren Semestern sieht es kaum besser aus. Auch fast die Hälfte der Erwachsenen sind mittlerweile keine sicheren Schwimmer. Dabei konnten noch Ende der 1980er Jahre knapp 90 Prozent der Bevölkerung schwimmen. Warum geht diese wichtige, unter Umständen lebensrettende Fertigkeit verloren?

Es gibt mehrere Gründe: Noch in den 1960er und 1970er Jahren bauten selbst kleine Städte und Gemeinden Hallenbäder. Hier lernte fast jedes Kind das Schwimmen – sei es beim Schwimmkurs im Verein oder während des Schulunterrichts. Doch die Gemeinden haben kaum noch die Mittel, um die in die Jahre gekommenen Frei- und Hallenbäder zu sanieren. Das trifft die Schulen. Die können allzu oft keinen Schwimmunterricht mehr erteilen, weil das nächstgelegene Schwimmbad geschlossen hat. Die öffentlichen Bäder müssen oft auch privat betriebenen Spaßbädern weichen. Aber in Whirlpools und auf Wasserrutschen lernt man nicht schwimmen. In zahlreichen Kommunen streiten Vereine und Schwimmschulen um die wenigen Becken, die zum Schwimmenlernen geeignet sind. Wer sein Kind in den Schwimmkurs schicken möchte, muss oft Wartezeiten oder lange Wegstrecken überwinden, bevor der erste Schwimmzug getan wird.

Gewöhnung ans Wasser

Wer seine Bahnen sicher durchs Becken oder den See zieht, vollführt komplexe Bewegungsabläufe. Die muss der Körper erst erlernen und verinnerlichen. So genannte Crash-Kurse sind also nichts für Kinder! Auch das Seepferdchen-Abzeichen als Ziel ist nicht ausreichend. Dass Seepferdchen zeigt, dass ein Kind nicht sofort untergeht. Dass der Träger ein sicherer Schwimmer ist, der auch mit ungewohnten oder Gefahren-Situationen zurechtkommt, besagt es nicht. Ein guter Schwimmkurs hat mindestens das Freischwimmer-Abzeichen zum Ziel. Bevor ein Schwimmkurs oder der Schwimmunterricht in der Schule losgeht, benötigt ein Kind Vertrauen zum Wasser. Erst dann ist es bereit, sich darin aufzuhalten.

Je früher Eltern ihre Kinder mit dem Wasser vertraut machen, desto besser. Denn wenn sich erst einmal Angst vor dem Wasser einschleicht, ist sie nur schwer wieder loszuwerden. Die nötige Vertrautheit mit Wasser entsteht auch durch Regelmäßigkeit. Deshalb sollten Eltern – wenn möglich – einmal pro Woche mit ihren Kleinen ins Schwimmbad oder an den See gehen. Es gibt auch Wassergewöhnungskurse für Ein- bis Vierjährige, die viele Schwimmvereine anbieten. So vorbereitet kann der Schwimmunterricht beginnen.

Schwimmen lernen – aber richtig!

Eltern sollten ihren Kindern das Schwimmen nur selbst beibringen, wenn sie dazu geschult sind, so ARAG Experten. Ausgebildete Schwimmlehrer haben Grundwissen in Pädagogik und Lernpsychologie der Kinder. Zudem bringen sie den Kindern die richtigen Bewegungsabläufe bei. Das ist wichtig, weil gerade beim Brustschwimmen viel falsch gemacht werden kann. Die falsche Technik kann dem kleinen Körper mehr schaden als nützen.

Wie finden Eltern aber einen guten Schwimmkurs, wenn die Schule keinen Schwimmunterricht anbietet? Darauf sollte man achten:

  • Besonders wichtig ist, dass die Schwimmlehrer ein Zertifikat vorweisen können. Denn die Bezeichnung Schwimmlehrer ist nicht gesetzlich geschützt – jeder darf sich so bezeichnen. Lizenzierte Lehrgänge für Schwimmlehrer bieten z. B. der Deutsche Schwimmverband oder die DLRG an.
  • Es befinden sich nicht mehr als zwölf Kinder in einer Lerngruppe.
  • Der Unterricht ist vielseitig, so dass die Kinder spielerisch und ohne Druck lernen können.
  • Der Kurs sollte nicht weniger als 20 Stunden beinhalten.

Die meisten Bäder und Schwimmvereine bieten übrigens auch Schwimmkurse für Erwachsene an. Es ist nämlich nie zu spät um zu lernen, sich sicher im Wasser zu bewegen.

Weitere Informationen

Auch das Freibad Wölfle in Wolfartsweier bietet für Kinder und Jugendliche das „Schwimm-1x1“ an (s. Artikel zum Thema).

DLRG Ortsgruppe Durlach auf Durlacher.de

Schwimmbäder in Durlach auf Durlacher.de

von pm veröffentlicht am

Aktuelle TOP-Themen auf Durlacher.de

Änderungen über die Weihnachtstage

Über die bevorstehenden Weihnachtstage und den Jahreswechsel verschiebt sich nicht nur die Müllabfuhr, auch die Termine für Wochenmärkte sowie viele...

Brücke über Pfinzentlastungskanal vor der Fertigstellung

Vor Verkehrsfreigabe einwöchige Sperrung der Alten Weingartener Straße.

„Der Goldene Schnitt“ – neue Ausstellung der zettzwo Produzentengalerie

Was liegt näher als für das alljährliche Ausstellungsthema im Dezember rund ums Gold diesmal den Goldenen Schnitt zu wählen, dieses etwas aus dem...

Alle Jahre wieder: Fit-in Charityaktion zugunsten der Kinderklinik

In den Filialen der Karlsruher Fitness-Kette Fit-in hieß es im November 2019 „Gutes tun“. Teil der Aktion war das bewährte Charity-Kursevent zugunsten...

Pedelec-Fahrer bei Zusammenstoß mit Pkw verletzt

Ein 73 Jahre alter Pedelec-Fahrer ist am Dienstag (10. Dezember 2019) gegen 12.30 Uhr beim Zusammenstoß mit einem Pkw glücklicherweise nur leicht...

Durlach sucht wieder den „Durlacher Nagelkönig“

Am Samstag, 14. Dezember 2019, ist es wieder soweit: Der zweite Durlacher Nagelkönig wird auf dem Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt vor der Karlsburg...

Zeugen gesucht: Karlsruher Marktplatz mit Öl beschmiert

Mehrere tausend Euro Schaden sind die Bilanz einer Verunreinigung in der Karlsruher Innenstadt.

E-Tretroller ab sofort auch in Durlach zum Leihen

Der E-Tretroller-Sharing-Dienst VOI hat sein Geschäftsgebiet im Karlsruher Osten erweitert. Nun stehen auch in der Markgrafenstadt die...

Durlach: Kompletter Zigarettenautomat geklaut

In Durlach wurde vermutlich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (5. Dezember 2019) ein fest installierter Zigarettenautomat entwendet. Der...

Das alte Rathaus Aue – Fragen an ein Zeugnis der Weinbrenner-Zeit

Ein Schattendasein führt das zweistöckige Gebäude in der Westmarkstraße, vor allem, wenn man seinen geschichtlichen Wert bedenkt. Denn es war nicht...

Alle Neuigkeiten aus Durlach im Archiv auf Durlacher.de