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Schwieriger Kampf gegen anhaltende Trockenheit

Nach und nach sollen alle verfügbaren Fahrzeuge des Gartenbauamts mit Teleskop-Lanzen ausgestattet werden. Foto: Stadt Karlsruhe

Der teils kräftige Regen der vergangenen Tage darf nicht darüber hinwegtäuschen: Die Trockenheit hält wie in den vergangenen Jahren, extrem 2013, 2016 und 2018, weiter an.

Die Folgen für den gesamten Baumbestand der Stadt sind gravierend. Das städtische Gartenbauamt ist intensiv mit Wässern beschäftigt und konzentriert sich dabei auf die bis zu drei Jahre alten Jungbäume. Alle verfügbaren Lastwagen und Kräfte des Gartenbauamtsfuhrparks sind durchweg im Einsatz, um Bäume zu wässern. Zusätzlich ist in jedem Unterhaltungsbezirk mindestens ein weiteres Fahrzeug zur Wässerung unterwegs, um möglichst viele der Jungbäume vor dem Vertrocknen zu schützen.

Jeder Liter jeder Hand hilft

Um die begrenzten Kapazitäten optimal zu nutzen, wurden in den vergangenen Jahren bereits einige technische Verbesserungen vorgenommen. Auf den Wagen sind Fässer mit bis zu 6.000 Liter Fassungsvermögen installiert, zwei Fahrzeuge an der Front mit einem hydraulisch beweglichen Arm versehen, einer sogenannten Teleskop-Lanze. Über diese kann der Fahrer vom Wagen aus effizient wässern und so rund 60 Bäume am Tag versorgen. Das Amt für Abfallwirtschaft unterstützt mit einem 10.000 Liter fassenden Tankwagen und, wann immer einsetzbar, einem weiteren Wagen mit 3.000 Litern Wasser auf der Ladefläche. Auch ehrenamtliche Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren sind mit im Einsatz. Die Stadt begrüßt jeden Liter jeder weiteren helfenden Hand, auch aus der Bürgerschaft. Vor allem Stadtbäume können gar nicht überwässert werden.

Aufgrund der geringen Niederschläge sinkt die pflanzenverfügbare Wasserkapazität der Böden. Erst ab 60 Zentimeter Tiefe ist etwas intensivere Bodenfeuchte unter Grasland gegeben, doch so weit reichen die Wurzeln der Jungbäume noch nicht, die es zusätzlich im heißen Asphalt der Stadt ganz besonders schwer haben. Der Niederschlag auch der diesjährigen Vegetationszeit reicht bei Weitem nicht aus. Wenn, wie jüngst bei der Unwetterlage, Starkregen auf trockene Erde trifft, rauschen gut zwei Drittel des Wassers über die Oberfläche und versickern im Kanal oder verdunsten binnen weniger Tage. Der länger anhaltende Landregen am Folgetag half - aber nur vorübergehend. Er reichte nicht aus, um die vielen Kubikmeter Boden unter den Bäumen mit der Tagesration zu füllen. Das Gros des Niederschlags greifen zudem Gras, Stauden und dergleichen an der Oberfläche ab.

Auf notwendige Fällungen folgt Konzept zur Wiederbegrünung

Wie berichtet, führen die Trockenschäden der vergangenen Hitzesommer weiterhin zu starkem Pilzbefall geschwächter Bäume und machen umfangreiche Verkehrssicherungsarbeiten notwendig. Zum Oktober wird das Gartenbauamt erneut bilanzieren, wie viele tote Bäume zu fällen sind. Unter Beachtung des vorgeschriebenen Artenschutzes kommt es - beispielsweise in der Waldstadt - bereits unterjährig zu ersten Fällungen. Immer eingebunden ist das Umweltamt. Voraussichtlich ab Ende August soll mit den Fällarbeiten unter Einbeziehung von Fachfirmen der Forstwirtschaft begonnen werden. Zur Bewältigung des großen Umfangs an erforderlichen Baumfällungen im Stadtgebiet wird das Gartenbauamt in geeigneten Bereichen durch das städtische Forstamt unterstützt.

Bäume sind für das Stadtklima und damit auch für die Menschen ungemein wichtig. Sie spenden nicht nur Schatten, sondern tragen auch durch Verdunstungskälte zur Abkühlung bei. Sobald der gesamte Umfang der gerodeten Flächen bekannt ist, wird ein Konzept zur Wiederbegrünung erarbeitet. Ziel ist, im Spätherbst mit ersten Neupflanzungen geeigneter Baumarten zu beginnen. Es sollen alle gefällten Bäume durch Neupflanzungen ersetzt werden. Bei den Nachpflanzungen sollen Baumarten ausgewählt werden, die möglichst gut an den Standort und die veränderten klimatischen Bedingungen angepasst sind.

Absperrungen ernstzunehmen

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass nach wie vor abgesperrte Areale zu beachten sind. Der Zugang ist untersagt, weil tatsächlich ernste Gefahr für Leib und Leben besteht. Jederzeit könnten auch bei Windstille Baumkronen oder schwere Äste kaum hörbar herabfallen. Auch das Fällen ist für die Beschäftigten sehr gefährlich. Deshalb kann hierfür nur besonders geschultes Personal eingesetzt werden.

Zurzeit erbringen die routinemäßigen Kontrollen jede Woche rund 300 weitere abgestorbene Bäume. Allein in Waldstadt-Waldlage sind aktuell mehr als 1.000 Bäume betroffen, vor allem Buchen und Kiefern. Insgesamt gibt es rund 150.000 Stadtbäume in Karlsruhe, etwa 77.000 davon an Straßen, die andere knappe Hälfte in Anlagen. Viele Arten haben unter den gegebenen klimatischen Bedingungen hier keine Zukunft mehr und müssen, wenn Bäume abgängig sind, Schritt für Schritt durch klimaangepasste Baumarten ersetzt werden.

von pia veröffentlicht am

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