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Veranstaltung zur Erhaltung der Durlacher Altstadt am 24.06.2019

Am 24.6.2019 hatten die Bürgergemeinschaft Durlach und Aue 1892 e.V., das Stadtamt Durlach und das Stadtplanungsamt zur Informationsveranstaltung über den Schutz der Altstadt Durlach geladen.

Durlachs Ortsvorsteherin Alexandra Ries begrüßte die trotz tropischer Temperaturen zahlreich im Bürgersaal des Rathauses Durlach erschienenen Gäste. Ries hob insbesondere den Charakter der gemeinschaftlich organisierten und abgehaltenen Veranstaltung hervor und betonte die gute Zusammenarbeit der Beteiligten.

Im anschließenden Vortrag stellte die Leiterin des Stadtplanungsamts von Tübingen, Frau Barbara Neumann-Landwehr, die diversen rechtlichen Mittel zum Schutz einer Altstadt vor. Neumann-Landwehr stellte deren konkrete Umsetzung und die gemachten Erfahrungen anhand zahlreicher Beispiele aus ihrem Wirkungskreis anschaulich dar.

Als ein Beispiel wurde in der kleinen Gemeinde Bebenhausen die aus einem mittelalterlichen Kloster entstanden ist, mittels einer Gestaltungssatzung das Ensemble geschützt. Dabei werden Um- oder Neubauten nicht grundsätzlich verhindert.

Basis bilden ein bekannter Wertekatalog und eine nachvollziehbare Bewertung einzelner Gebäude oder Bauvorhaben durch diverse Gremien. Diese stellen die Transparenz in der Einzelfallentscheidung zum Abriss und Neubau oder zur Sanierung eines historischen Gebäudes her und erhöhen die Akzeptanz. Wobei Neumann-Landwehr durchblicken lässt, dass man in Tübingen durchaus auch Konflikte nicht scheut und die eine oder andere Entscheidung auch durch das Regierungspräsidium bestätigen lässt.

In regelmäßigen Abständen werden die Satzungen modernisiert und an aktuelle Bedürfnisse angepasst. Neumann-Landwehr nannte als Beispiel die sich verändernden Gewichtungen von Einzelhandel und Gastronomie bei Erhaltung des Wohnwertes der Altstadt.

In der anschließenden von Werner Gerhard souverän moderierten Fragerunde wurden die Themen konkret: Nachverdichtung, die Behandlung von "Bausünden" aus den 1950er und 19060er Jahren, Dauerbaustellen in der Altstadt, Abriss nicht mehr wirtschaftlich zu sanierender historischer Gebäude und die Gestaltung von Neubauten waren nur einige der angesprochenen Themen - belegt mit Beispielen aus Durlach. Auch hier konnte Neumann-Landwehr mit der in Tübingen gepflegten Behandlung der Themen und den daraus gewonnen Erfahrungen die Fragen kompetent beantworten.

Am Ende dankte der Buegda-Vorsitzende Roger Hamann den zahlreich erschienen Durlachern und forderte alle Interessierte zur weiteren Mitarbeit im Rahmen der auch in Karlsruhe mehr und mehr gepflegten Bürgerbeteiligung auf.