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Renaturierungsarbeiten an der Pfinz – Bagger geborgen

Dieser Bagger steckte kurzzeitig in der Pfinz fest und sorgte für Aufregung. Foto: Aumer Prime/Facebook

Dieser Bagger steckte kurzzeitig in der Pfinz fest und sorgte für Aufregung. Foto: Aumer Prime/Facebook

Bagger unter Wasser: An der Pfinz in Durlach sorgte ein abgesunkener Bagger für öffentliche Aufmerksamkeit.

Mittlerweile steht das Baugerät wieder auf trockenem Boden. Auf Grund eines wenig tragfähigen Bereichs in der Gewässersohle hatte sich das Baufahrzeug am Dienstag, 9. Januar 2017, während der Baggerarbeiten im Gewässer festgefahren und ist dabei etwas abgesunken. Dabei habe es zu keiner Zeit eine kritische Situation gegeben, bestätigt das städtische Tiefbauamt.

Der Baggereinsatz steht im Zusammenhang mit geplanten Bauarbeiten für die vor wenigen Tagen begonnene naturnahe Umgestaltung des Gewässers unterhalb der Pforzheimer Straße bis zum Eisenbahndurchlass. Die Pfinz ist in diesem, rund 200 Meter langen Abschnitt entlang des Töpferweges stark urban geprägt. Mit der Maßnahme soll die Sohl- und Böschungsstruktur aufgewertet und der typische Lebensraum im Wasserwechselbereich geschaffen werden.

Planmäßige Arbeiten für naturnahe Umgestaltung

Für die Umsetzung der geplanten Maßnahmenbausteine sind seit Baubeginn mehrere Bagger planmäßig im Gewässer im Einsatz. Dabei hatte sich dann am Dienstag ein Bagger festgesetzt. Da die dort zum Einsatz kommenden Bagger für Arbeiten im Gewässer entsprechend vorbereitet und ausgestattet sind, war keine Havarie zu befürchten. Auch bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Umwelt. Die Feuerwehr wurde allerdings durch Beobachter des Geschehens vor Ort alarmiert. Diese konnte jedoch, ebenso wie die Firma, keine Gefahrlage erkennen und gab umgehend Entwarnung. Der vor Ort tätigen Baufirma, die auf Arbeiten dieser Art spezialisiert ist, gelang es bereits am Mittwochabend, den weiterhin funktionstüchtigen Bagger aus der Problemzone zu holen und die Arbeiten fortzusetzen.

Der wenig tragfähige Gewässerbereich könnte vermutlich auf einen ehemaligen Bombentrichter zurückzuführen sein, der sich mit Sediment gefüllt hat. Dass sich der Baubereich innerhalb eines ehemals bombardierten Bereichs befindet, war bereits im Vorfeld der Maßnahme bekannt, weshalb die Arbeiten auch durch eine Kampfmittelräumfirma begleitet werden. Solche Bombentrichter stellen aber kein grundsätzliches Problem dar.

Ebenso wenig war entgegen der Darstellung zuletzt in den Medien ein Hochwasser der Pfinz zum Zeitpunkt der Arbeiten ein Problem. Der Pegel der Pfinz in Berghausen befindet sich seit Beginn der Baumaßnahme nur geringfügig über der Mittelwassermarke. Davon unabhängig würde im Falle eines Pfinzhochwassers, das nicht im Januar, sondern zwischen Ende Februar und Mai auftritt, wie die langjährige Pegelaufzeichnungen der Hochwasservorhersagezentrale belegen, die Hochwasserwelle ab dem Hühnerlochwehr planmäßig über den Pfinzentlastungskanal abgeleitet. Dementsprechend gibt es in diesem Pfinzabschnitt auch generell keine Hochwassergefährdung.

Zeitpunkt berücksichtigt Laichverhalten der Fische

Die naturnahe Umgestaltung der Pfinz ist teil des Gewässerentwicklungsplans sowie der Maßnahmenplanung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Für die Maßnahme wurde seitens der unteren Wasserbehörde eine wasserrechtliche Plangenehmigung erteilt, in deren Rahmen eine Anhörung der Träger öffentlicher Belange, wie beispielsweise des Anglervereins Durlach oder der Naturschutzverbände erfolgt ist. Darüber hinaus gibt die Plangenehmigung aus umweltfachlichen Gründen ein Bauzeitfenster bis Ende Februar vor. Dies wurde ausdrücklich seitens eines externen Gutachters sowie des Umweltamts vorgegeben, auch im Hinblick auf das Laichverhalten der Fische.

Auf Grund der Bauzeitvorgabe und der Auslastung der beauftragten Baufirma wurde nun frühzeitig mit den Arbeiten begonnen, so dass ein Abschluss der Arbeiten bis Ende Februar möglichst gewährleistet werden kann und dabei alle Umweltbelange, wie sie in der wasserrechtlichen Entscheidung abgewogen worden sind, bestmöglich berücksichtigt werden. Am Ende kommt die Maßnahme nicht nur der Gewässerökologie im Allgemeinen, sondern insbesondere auch der Fischfauna zu Gute.

von pia/cg veröffentlicht am 11.01.2018

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