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Konzept für Graffitigestaltung im öffentlichen Raum

Graffiti-Workshop des Kinder- und Jugendhauses Durlach (2012). Foto: cg

Graffiti-Workshop des Kinder- und Jugendhauses Durlach (2012). Foto: cg

Die Gemeinderatsfraktionen von KULT, GRÜNEN und FDP wollen mit einer gemeinsamen Anfrage von der Stadtverwaltung wissen, wie sich die Situation bezüglich Graffiti und Street-Art im öffentlichen Raum nach der Erstellung eines entsprechenden Konzeptes im Jahr 2016 entwickelt hat. – Mitteilung vom 6. September 2017.

Der Anfrage vorausgegangen waren Gespräche mit Jugendlichen auf der Karlsruher Jugendkonferenz im Mai 2017. Die teilnehmenden Jugendlichen wiesen die anwesenden Stadträte auf fehlende Flächen zur freien Gestaltung für Graffitinachwuchskünstler hin.

„Es wurde eindrücklich benannt, dass die bestehenden Flächen in Karlsruhe nach wie vor nicht ausreichen“, so Kult-Fraktionsvorsitzender Erik Wohlfeil. Die Jugendlichen schilderten den Stadträten die Situation: Die bestehenden Free Walls seien meist mit qualitativ hochwertigen Arbeiten besprüht und Anfänger bekommen so selten die Möglichkeit zum legalen Sprühen. „Bestehende Kunstwerke einfach zu übersprühen, wird in der Szene nicht akzeptiert. Damit Sprayer nicht auf illegale Flächen ausweichen, sollte eine gemeinsame und allgemein verträgliche Lösung mit allen Beteiligten gefunden werden“, verdeutlicht Michael Borner von den GRÜNEN.

Gleichwohl wünschen sich die Jugendlichen, dass die bisherigen Kunstwerke digital dokumentiert und auf einer Website öffentlich präsentiert und archiviert werden. „Mithilfe der Digitaltechnik können wir konkrete Lösungen anbieten: Bestehende Free Walls lassen sich durch Archivierung der Kunstwerke öfter neu gestalten, ohne dass sie an Akzeptanz in der Szene einbüßen. Zugleich beugen solche einfachen Maßnahmen dem Wildsprayen vor“, zeigt sich FDP-Fraktionsvorsitzender Tom Hoyem überzeugt.

von pm/cg veröffentlicht am 06.09.2017

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