. .
Sie sind hier:  Start  >  Neuigkeiten-Archiv  >  Artikel

Durlacher Branchenverzeichnis

500 Unternehmen aus allen Branchen
Firmenpartner mit eigener Seite
(Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Links)

Durlacher Infomail abonnieren

Durlacher Infomail abonnieren

Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein:

Biologische Vielfalt geht zurück

Heimische Vogelarten sind bedroht. Foto: cg

Heimische Vogelarten sind bedroht. Foto: cg

Stadt will Biodiversität bewahren / Zahlreiche Maßnahmen

Die Biologische Vielfalt, also die Vielfalt von Lebensräumen, Arten und genetischen Varianten, ist weltweit bedroht. Letztlich ist sie die Grundlage auch für unser Leben. Die Vereinten Nationen haben deshalb das laufende Jahrzehnt zur Dekade der Biologischen Vielfalt ausgerufen. Aktuell machen die Naturschutzverbände mit einer Resolution auf das heimische Insektensterben und den Vogelschwund aufmerksam (s. Artikel zum Thema). So wurden bei den periodischen Singvogelzählungen auffällige Rückgänge verzeichnet. Ebenso ist bezeichnend, dass nach aktuellen Beobachtungen die Insektenvielfalt in städtischen Räumen größer ist als auf der Feldflur.

Erhebliche Anstrengungen

Bürgermeister Klaus Stapf: „Die Stadt Karlsruhe ist sich mit den Naturschutzverbänden darin einig, dass die Biodiversität ein unschätzbares Gut ist, weshalb sie auch erhebliche Anstrengungen unternimmt, um sie zu bewahren.“ Was vor Jahrzehnten beispielsweise  mit der Ausweisung von Schutzgebieten oder mit naturnahen Umgestaltungen an Gewässern begann, ist heute ein breites Aufgabenfeld, das in viele städtische Handlungsfelder hineinwirkt. Mit der Initiative Grüne Stadt wird auch nach außen deutlich, dass die Stadt die Thematik ernst nimmt.

Rasen- und Wiesenflächen

Von den 567 Hektar Rasen- und Wiesenflächen werden derzeit 124 Blumenwiesen ein- bis zweimal jährlich gemäht. Ergänzend dazu wird an ausgewählten Standorten gebietsheimisches Saatgut von Wiesenkräutern eingebracht, um die standorttypische Entwicklung zu einer artenreichen Pflanzengesellschaft zu beschleunigen. Weitere 306 Hektar erhalten aus Kostengründen eine dreimalige Mulchmahd. Allerdings werden regelmäßig Inseln ausgespart, um an wechselnden Standorten blühende Wiesenkräuter zu erhalten. Ein Pestizideinsatz findet auf städtischen Grünflächen grundsätzlich nicht statt. Auch bei der Verpachtung städtischer Grünflächen an Private wird der Einsatz von Pestiziden vertraglich generell ausgeschlossen.

Forstwirtschaft

In der Forstwirtschaft setzt die Stadt das Alt- und Totholzkonzept des Landes auch auf ihren eigenen Waldflächen um. So werden Lebensräume für die große Zahl totholzbewohnender Arten erhalten. Der Einsatz von Glyphosat im Staats- oder Stadtwald in Form der sogenannten Stockbehandlung gegen den invasiven Neophyt Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina) wurde bereits vor drei Jahren aufgrund der FSC-Zertifizierung beendet. Andere synthetische Pestizide werden im Wald nicht angewendet.

Landwirtschaftliche Flächen

Auch auf ihren selbst bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen geht die Stadt schonend mit der Natur um. Die Wiesen werden in der Regel extensiv gepflegt, das heißt zweimalige Mahd mit Abräumen des Mähgutes. Bei Ansaaten wird grundsätzlich heimisches Saatgut verwendet und es werden entsprechende Möglichkeiten der Bewirtschaftung genutzt, wie beispielsweise der Mähgutübertrag. Für den Umgang mit Brachflächen hat die Stadt ein Konzept entwickelt, ein Streuobstwiesenkonzept ist in Arbeit.

Landwirtschaftliche Flächen, die von der Stadt selbst bewirtschaftet werden, sind bio-zertifiziert. Es werden dort keine chemischen Erzeugnisse ausgebracht. Hier werden aber auch die Grenzen der städtischen Einflussnahme deutlich. Pestizide, die nach der Gesetzeslage zugelassen sind, kann die Stadt auf ihren verpachteten Äckern nicht verbieten. Es kann lediglich die ordnungsgemäße Anwendung überwacht werden. Auch indirekt fördert die Stadt die Biodiversität. Gegenwärtig werden in Schulen und anderen städtischen Einrichtungen forciert „Bio“-zertifizierte Speisen angeboten. Neben dem Ziel der besseren Gesundheitsvorsorge soll damit auch die biologische Landwirtschaft gefördert werden.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Stadt betreibt auch gezielt Öffentlichkeitsarbeit, um die Privateigentümer anzusprechen: mit Hinterhof- und Blumenschmuckwettbewerben oder der Auszeichnung von Grünbereichen in Industrie- und Gewerbegebieten. Der ökologische Aspekt, etwa die Anlage von Naturgrün im Privatgarten, soll künftig noch mehr Gewicht erhalten.

Grüne Stadt

Die Initiative „Meine Grüne Stadt Karlsruhe“ bietet hierfür eine geeignete Plattform. Zum einen kann über städtische Zielkonzepte (Alt- und Totholzkonzept, Streuobstkonzept, Ausweisung von Schutzgebieten und geschützten Objekten, gegebenenfalls Artenschutzkonzept und anderes) steuernd Einfluss im Hinblick auf eine positive Entwicklung genommen werden, zum anderen können mit Bürgerbeteiligungsprojekten neue Wege gefunden werden, um verbreitet die Biodiversität zu fördern.

von pia veröffentlicht am 05.04.2017

Aktuelle TOP-Themen auf Durlacher.de

„Hallo Oma, ich brauch Geld!“ Grafik: pm

„Hallo Oma, ich brauch Geld!“

Das Stadtamt Durlach lädt in Kooperation mit der Sparkassenstiftung alle Seniorinnen und Senioren...

Durlacher Institution will ein wenig kürzer treten. Foto: cg

Durlacher Institution will ein wenig kürzer treten

Nach 45 Jahren bürgerschaftlichem Engagement, davon 26 im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft...

Leserbriefe

Leserbrief: Noch weitere fünf Jahre bis zum „Sport- und Freizeitpark Untere Hub“?

Leserbrief von Gerhard W. Kessler (Durlach) vom 18. Oktober 2017.

Untere Hub: Noch sind nicht alle erforderlichen Grundstücke im städtischen Besitz – ein Umlegungsverfahren wäre möglich. Foto: Helfer/wobla

Noch weitere fünf Jahre bis zum „Sport- und Freizeitpark Untere Hub“?

Bis zur Fertigstellung des geplanten „Sport- und Freizeitpark Untere Hub“ werden wohl noch...

Bereits 2013 präsentierte Samuel Degen einen umfangreichen Bildbeitrag über Durlach zu „75 Jahre Zwangseingemeindung“. Foto: cg

Den Alltag in Durlach und Stupferich im Blick

Lang und intensiv hat sich der Bildautor Samuel Degen mit den Orten Stupferich und Durlach...

Ausstellung „Vor dem Schneefall“ im Rathausgewölbe. Grafik: pm

„Vor dem Schneefall“

„Vor dem Schneefall“ ist der Titel einer besonderen Ausstellung, die im Rathausgewölbe in Durlach...

Polizei Karlsruhe. Foto: cg

Falsche Polizeibeamte und Enkeltrickbetrüger rufen vermehrt an

Auch am Donnerstag (12. Oktober 2017) haben erneut falsche Polizeibeamte und Trickanrufer durchweg...

Bürgerforum der BÜGDA (v.l.): Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, 1. Vorsitzender Christian Sturm, Ortsvorsteherin Alexandra Ries und 2. Vorsitzender Jürgen Wenzel. Fotos: cg

Bürgerforum diskutierte aktuelle Durlacher Themen

Am Donnerstagabend, 12. Oktober 2017, veranstaltete die Bürgergemeinschaft Durlach und Aue (BÜGDA)...

Termine für den „ARGE-Kalender“ und den „Durlacher Kalender“. Grafik: cg

Termine für den „ARGE-Kalender“ und den „Durlacher Kalender“ 2018

Termine JETZT melden | Wichtige Hinweise vor der Jahreshauptversammlung der „ARGE“ am 18. Oktober...

Polizei Karlsruhe. Foto: cg

Pkw-Fahrer behindert und genötigt - Polizei sucht Zeugen

Ein 26-Jähriger erstattete bei der Polizei Anzeige wegen Nötigung und Behinderung im...

Alle Neuigkeiten aus Durlach auf www.durlacher.de