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Haltestelle Untermühlstraße: PRO BAHN fordert erneutes Überdenken der Pläne

Haltestelle Untermühlstraße auf der Durlacher Allee. Foto: jd

Haltestelle Untermühlstraße auf der Durlacher Allee. Foto: jd

In dem Planrechtsverfahren für den Haltestellenbau an der Untermühlstraße gibt es einen neuen Plan bezüglich der Neugestaltung. Der Fahrgastverband PRO BAHN lehnt diesen allerdings ab und fordert eine weitere Überarbeitung. Die Problematik des bisherigen Plans und die Forderungen wurden bei einem Vor-Ort-Termin am 23. September 2016 erläutert.

Nachdem die früheren Pläne eines barrierefreien Ausbaus der Haltestelle Untermühlstraße immer wieder zurückgestellt und verworfen wurden, gibt es nun im Rahmen des Neubaus der dm-Zentrale neue Pläne. Die Haltestelle soll zur Ermöglichung weiterer KFZ-Verkehrswege verlegt werden und zwar genau auf die andere Seite der bisherigen Treppenanlage. Ein barrierefreier Weg zur Haltestelle soll über Fußgängerampeln auf beiden Seiten der Durlacher Allee ermöglicht werden. Der Zugang zu den Ampeln soll im Norden von dem geplanten Parkplatz der dm-Zentrale über den Gehweg entlang der Zufahrtsstraße erfolgen und im Süden von der Dornwaldsiedlung aus über eine Treppenanlage mit Rampe.

Allerdings sind beide der geplanten Zugangswege problematisch: Der Fußgängerweg im Süden ist mit 8 Prozent Steigung zu steil und die Rampe im Norden mit 100 Metern in Serpentinen zu lang, so PRO BAHN Sprecher Ullrich Müller. Des Weiteren seien die geplanten Übergänge über die mehrspurige Durlacher Allee zu gefährlich und eine weitere Ampelanlage würde zu langen Rückstaus der Kraftfahrzeuge führen.

Deshalb fordert PRO BAHN ein erneutes Überdenken der bisherigen Pläne. Die Bahnsteigzugänge müssen sicher werden und eine ungehinderte Fahrt der Bahnen ermöglicht werden.

Die Forderungen des Fahrgastverbands beinhalten den Erhalt der Haltestelle an der jetzigen Stelle und der bisherigen Treppenanlage in der Unterführung. Um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen, soll der Bau von Fahrstühlen erfolgen. Diese Aufzüge wurden bisher von den Verkehrsbetrieben abgelehnt, da die Instandhaltungskosten zu hoch sind, seien aber die sinnvollste und sicherste Lösung.

Durch die Eröffnung der dm-Zentrale wird die Haltestelle an Bedeutung gewinnen. Schon jetzt befährt die Strecke alle 85 Sekunden eine Bahn und es werden circa 17.000 Fahrgäste pro Tag befördert. Doch besonders für die älteren und eingeschränkten Bewohner der Untermühl- und Dornwaldsiedlung ist ein barrierefreier Zugang zu der Haltestelle von großer Bedeutung, da die Straßenbahn für sie ein wichtiges Verkehrsmittel ist. Daher sei gutes Durchdenken der Pläne dringend notwendig, so die PRO BAHN Sprecher.

von jd veröffentlicht am 26.09.2016

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