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Deutsches Rotes Kreuz - Ortsverein Durlach e.V.

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Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Durlach

Bernhard Warter
Karl-Leopold-Straße 33
76229 Karlsruhe
Tel. 0721 / 483360
Fax 0721 / 484446
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Bereichsleiter

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Durlach

Frank Nordwig
Rheinstraße 43
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Deutsches Rotes Kreuz - Ortsverein Durlach e.V.

Herzlich Willkommen beim DRK Ortsverein Durlach e.V.. Das Deutsche Rote Kreuz kann in Durlach auf der einen Seite aufgrund seiner Gründung im Jahre 1891 auf eine außerordentliche historische Dimension verweisen aber andererseits auch auf eine flexible Anpassung an die Zeichen der Zeit, denn die jüngste Gliederung besteht erst seit nunmehr zwei Jahren.

Der DRK-Ortsverein Durlach e.V.

Der DRK-Ortsverein Durlach e.V. unterhält als Gliederungen die Bereitschaften Durlach, Wolfartsweier, die Jugendrotkreuzgruppen Durlach, eine Einsatzeinheit des Katastrophenschutzes sowie eine Soziale Arbeitsgemeinschaft. Mit seinen rund 70 ehrenamtlichen Kräften erfolgt die Betreuung der Durlacher Großveranstaltungen wie dem Fastnachtsumzug und dem Altstadtfest nebst der ganzjährigen Betreuung sportlicher und kultureller Veranstaltungen. Darüber hinaus sind wir auch für hiesige mögliche Katastrophen vorbeugend aufgestellt. Wir führen in der Weiherhalle regelmäßig in den Pfingst- und Herbstferien Blutspendeaktionen durch und unsere Schnelleinsatzgruppe rückt bei größeren Notfällen aus und unterstützt den regulären Rettungsdienst. Zusätzlich finden in den DRK-Räumen in der Amthausstraße regelmäßig Lehrgänge in „Lebensrettenden Sofortmaßnahmen“ und „Erste Hilfe“ statt. Das Jugendrotkreuz sensibilisiert Heranwachsende für medizinische und soziale Fragen. Für Seniorinnen und Senioren unterhält das Rote Kreuz in Durlach und Wolfartsweier Seniorengymnastikgruppen, die das vielfältige Angebot abrunden.

Dies und noch viel mehr können Sie in Ruhe auf unserer Internetpräsenz nachlesen.

Betreuung beim Turmberglauf
Betreuung beim Turmberglauf
Blutspendeaktion in der Weiherhalle
Blutspendeaktion in der Weiherhalle

Unsere Gliederungen

DRK - Bereitschaft und SEG Durlach
DRK - Bereitschaft und Notfallhilfe Hohenwettersbach
DRK - Bereitschaft Wolfartsweier
DRK - Soziale Arbeitsgemeinschaft
DRK - Sanitäts- und Betreuungseinheit II
JRK - Jugendrotkreuz Durlach
JRK - Jugendrotkreuz Hohenwettesbach

Der Durlacher Weg funktioniert auch in schwierigen Situationen

Neue Freunde in einer schwierigen Situation: Rettungskräfte verabschieden sich nach 15 Stunden gemeinsamen Ausharren. Foto: om

Busfahrer erleidet Herzinfarkt einen Tag vor Heilig Abend auf der Südtangente

In den Morgenstunden zum 23. Dezember 2009 erlitt der Busfahrer einer britischen Reisegruppe aus Newcastle upon Tyne einen Herzinfarkt. Kurz hinter dem Bulacher Kreuz prallte der mit insgesamt 42 Reisenden besetzte Bus gegen die Mittelleitplanke.

Tragisches Ende auf dem Heimweg: Für eine Gruppe Kinder und Jugendlicher aus Liverpool endete die Heimreise auf dem Rückweg aus dem Skiurlaub von Österreich kommend in der Mittelleitplanke auf der Karlsruher Südtangente.

Der Fahrer des britischen Reisebusses erlitt bei voller Fahrt einen Herzinfarkt, woraufhin der Bus außer Kontrolle geriet. Vermutlich steuerte der Busfahrer in letzter Sekunde die Mittelleitplanke an, wo der Reisebus nach ca. 200m zum Stehen kam. Der Reaktion des Busfahrers verdanken die 42 Insassen ihr Leben, denn auf der Gegenseite wäre man ungebremst in eine Betonmauer gefahren. Trotz schneller rettungs- und notärztlicher Hilfe verstarb der 59jährige Busfahrer unmittelbar darauf in einem Karlsruher Krankenhaus.

Die alarmierten Einsatzkräfte der SEG Durlach (Arbeiter-Samariter-Bund und DRK Bereitschaft Durlach) wurden zeitgleich um 0.30 Uhr alarmiert und führten zusammen mit der Freiwillige Feuerwehr Durlach, der Polizei Durlach sowie den Karlsruher Verkehrsbetrieben eine Evakuierung der betroffenen Reisegäste durch, so dass diese bereits um 1.00 Uhr in der eilig mit Betten und Sitzgelegenheiten aufgerüsteten Weiherhofhalle untergebracht werden konnten, bis ein Ersatzbus organisiert war. Eine Weiterfahrt mit dem beschädigten Bus war jedoch nicht möglich, dieser wurde in einer 4 Stunden andauernden Aktion geborgen und abgeschleppt.

So konnten die Jugendlichen und Ihre Betreuer zumindest einige Stunden in der Notunterkunft Ruhe und Schlaf finden. Die Todesnachricht des Busfahrers wurde zunächst der Polizei mitgeteilt, wodurch man sich entschloss, einen Notfallseelsorger zur Übermittlung der Todesnachricht – zunächst nur an das Betreuerteam - nachzufordern. In der Zeit von 01.00 Uhr bis 12.30 Uhr wurden die britischen Schülerinnen und Schüler komplett von der Schnelleinsatzgruppe Durlach betreut.

Unterdessen wurden die Jugendlichen auf Anordnung der Kinder- und Jugendbehörde Durlach (Stadtamt Durlach) noch einmal durch den leitenden Notarzt Christoph Nießner sowie rettungsdienstlichem Fachpersonal eingehend untersucht, um sicherstellen zu können, dass alle Reisenden den Unfall ohne einen Folgeschaden überstanden hatten und Ihre Transportfähigkeit sichergestellt werden kann. Hierbei entstand den Reisenden durch die unbürokratische Hilfe LNA-Gruppe sowie der rettungsdienstlichen Einsatzkräfte keinerlei Kosten.

Nach der Untersuchung konnten sich die Jugendlichen und Ihre Betreuer an einen reichhaltig gedeckten Frühstückstisch setzen, der in der Zwischenzeit von den ehrenamtlichen Einsatzkräften der beiden Schnelleinsatzgruppen organisiert worden war. An dieser Stelle möchten wir unseren Dank an die Firmen Neff GmbH sowie ScheckIn-Center Durlach richten, die ohne bürokratischen Aufwand alle Waren kostenfrei zur Verfügung stellten und ebenfalls dafür sorgten, dass für die Heimreise ein großes Lunchpaket gerichtet werden konnte.

In der Zwischenzeit war dann bekannt, dass das Durlacher Reiseunternehmen Cramer den Ersatzbus sowie den Fahrer für die Heimreise zur Verfügung stellen kann und so konnte kurz vor 12.00 Uhr mit der Beladung des neuen Busses begonnen werden. Hierbei verabschiedeten alle am Einsatz beteiligten Helferinnen und Helfer der Rettungsorganisationen die Gruppe und sorgten mit dem Lunch-Paket noch einmal für ein wenig mehr Lächeln in den Gesichtern der Jugendlichen, die inzwischen von Ihren Betreuern erfahren hatten, dass Ihr Busfahrer im Krankenhaus verstorben ist. Nun begann die 10stündige Rückfahrt mit Ziel Calais, wo die Reisenden in einen von Newcastle kommenden Reisebus umsteigen konnten.

Für die Einsatzkräfte der SEG Durlach ging der inzwischen 15-stündige Betreuungseinsatz um 16.00 Uhr zu Ende, als man die Notunterkunft wieder rückgebaut hatte und den Heimweg in die Fahrzeughalle antreten konnte. An dieser Stelle ein Dankeschön an alle beteiligten Einsatzkräfte, die an diesem Beispiel deutlich machten, wie schnell und unbürokratisch eine Hilfeleistung durchgeführt werden kann.